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Facebook erwägt kostenpflichtige Version ohne Werbung

Mark Zuckerberg kann sich eine werbefreie Bezahlversion von Facebook vorstellen.
Mark Zuckerberg kann sich eine werbefreie Bezahlversion von Facebook vorstellen. (©TURN ON 2017)

Neben einer kostenlosen Version könnte Facebook zukünftig auch ein Abo-Modell ohne Werbung anbieten. Aktuell verdient Facebook sein Geld fast vollständig mit personalisierter Werbung. Angesichts der Datenleak-Krise rund um Cambridge Analytica könnten die Nutzer nun aber eher bereit sein, für die Nutzung von Facebook zu bezahlen.

In den vergangenen Wochen hat Facebook zunehmend Marktforschung bezüglich eines möglichen Abo-Modells betrieben. Das schreibt Bloomberg mit Bezug auf anonyme Insider. Es wird zwar immer eine kostenlose Version von Facebook geben, wie Firmenchef Mark Zuckerberg bei seiner Aussage vor dem US-Kongress erklärte. Allerdings prüft Facebook intern ein zusätzliches Bezahl-Facebook ohne Werbung und offenbar ohne Datenerhebung für die personalisierten Anzeigen, mit denen Facebook sein Geld verdient.

Abo-Modell soll Nutzer zum Bleiben motivieren

Eine kostenpflichtige Version könnte mehr Nutzer davon abhalten, Facebook zu verlassen, so offenbar das wichtigste Motiv für die verstärkten Bemühungen. In den vergangenen Jahren ergaben die Untersuchungen durch Facebook noch, dass die Konsumenten ein Abo-Modell eher ablehnen würden, da es Facebook gierig aussehen lassen würde. Das Unternehmen möchte demnach Geld für eine Dienstleistung haben, die laut eigener Aussage immer kostenlos sein sollte. Um die Datenerhebung für personalisierte Werbung zu vermeiden, könnten nun mehr Nutzer bereit sein, für Facebook zu bezahlen.

Kostenlose Version soll es weiterhin (auch) geben

Mark Zuckerberg und Top-Managerin Sheryl Sandberg befürworten grundsätzlich ein Werbe-unterstütztes soziales Netzwerk, da sie auf diese Weise die meisten Menschen aus verschiedenen Einkommensschichten erreichen können. Bei der Vorstellung der Ergebnisse des ersten Geschäftsquartals 2018 sagte Sandberg aber auch: "Wir haben gewiss über andere Formen der Monetarisierung nachgedacht, inklusive Abos, und wir werden weiterhin alle Möglichkeiten erwägen."

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