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Facebook lädt 1,5 Millionen E-Mail-Adressen "unabsichtlich" hoch

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Das soziale Netzwerk Facebook hat ohne die Zustimmung der betroffenen 1,5 Millionen Nutzer ihre E-Mail-Kontakte hochgeladen. Facebook löscht nun die Daten von den eigenen Servern und behauptet, der Upload sei "unabsichtlich" passiert.

Der Upload der Kontakte fand seit Mai 2016 statt. Das schreibt Business Insider. Zunächst war dem Datensicherheitsexperten mit dem Pseudonym "e-sushi" aufgefallen, dass Facebook Nutzer nach der Registrierung um die Eingabe ihrer E-Mail-Passwörter bat, um ihre Identitäten zu verifizieren. Diese Vorgehensweise sehen Sicherheitsforscher kritisch.

Facebook nutzte hochgeladene Daten für eigene Zwecke

Anschließend stellte Business Insider fest, dass nach der Eingabe des E-Mail-Passworts eine Nachricht auftaucht. Sie besagt, dass die E-Mail-Kontakte "importiert" würden – ohne dass der jeweilige Nutzer zuvor gefragt wurde. Am Mittwoch enthüllte Facebook dann gegenüber Business Insider, dass auf diese Weise die Kontakte von 1,5 Millionen Nutzern in Facebooks System landeten. Die Daten wurden eingesetzt, um personalisierte Werbeanzeigen anzupassen, das Netz mit sozialen Kontakten zu erweitern und um den Nutzern mögliche Freunde vorzuschlagen.

Die Kontakte werden nun gelöscht

Facebook hat laut eigenen Angaben gegenüber Business Insider nicht den Inhalt von E-Mails gelesen. Mit wem ein Nutzer vernetzt ist und kommuniziert, sind dennoch höchst sensible Daten, die Facebook für eigene Zwecke einsetzte. "Diese Kontakte wurden nicht mit irgendwem geteilt", so Facebook, "und wir löschen sie." Der Vorfall ist einer von vielen Datenschutzskandalen des sozialen Netzwerks seit dem Vorfall mit Cambridge Analytica im Frühjahr 2018.

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