Facebook lässt Dich bald gesendete Nachrichten wieder löschen

Bisher konnte nur eine Facebook-Elite gesendete Nachrichten löschen.
Bisher konnte nur eine Facebook-Elite gesendete Nachrichten löschen. (©Facebook 2018)
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Eine Nachricht via Facebook Messenger verschicken und anschließend aus dem Posteingang des Empfängers wieder löschen? Das konnte der 08/15-Nutzer bis dato nicht, Mark Zuckerberg aber schon. Jetzt will Facebook das Feature bald für jeden zugänglich machen.

Anscheinend ist es bereits möglich, Nachrichten mit dem Facebook Messenger zu senden und diese im Nachhinein wieder zu löschen, sodass sie aus dem Posteingang des Empfängers verschwinden. Allerdings konnte bislang wohl nur eine kleine Elite auf dieses Facebook-Feature zugreifen, unter anderem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Wie TechCrunch herausfand, kann der CEO eine Verfallszeit für seine gesendeten Nachrichten einstellen. Angeblich wurde diese Funktion aus Schutzgründen eingeführt, nachdem Sony Pictures im Jahr 2014 einem Hacker-Angriff zum Opfer fiel.

Facebook plant Rollout des Features für alle

Nachdem Facebook zugeben musste, dass es ein solches Feature gibt, verspricht der Konzern, es weiterzuentwickeln und künftig für alle Nutzer bereitzustellen. Mark Zuckerberg solle es bis dahin nicht mehr verwenden können und ebenfalls auf den globalen Rollout warten. Dennoch ist es fragwürdig, ob die bisherige Praxis mit den Nutzungsbedingungen von Facebook konform war. Laut TechCrunch hat das Unternehmen damit seine eigenen Kommunikationsstandards untergraben.

"Wir hätten das früher tun sollen"

In einem Statement reagierte Facebook auf das Bekanntwerden dieser Praxis und entschuldigte sich: "Wir haben dieses Feature des Öfteren diskutiert. Personen, die unsere Geheime-Nachrichten-Funktion in der verschlüsselten Version des Messengers nutzen, können einen Timer einstellen – und ihre Nachrichten automatisch löschen lassen. Wir werden jetzt ein allgemeineres Nachrichten-löschen-Feature entwickeln. Das kann einige Zeit dauern. [...] Wir hätten das früher tun sollen – und es tut uns Leid, dass wir es nicht getan haben."

Diese neuen Erkenntnisse setzen Mark Zuckerberg weiter unter Druck. Der Facebook-Gründer muss sich im April vor verschiedenen US-Behörden verantworten und Fragen zum Datenskandal beantworten. Eventuell muss er sich dann auch für gelöschte Nachrichten rechtfertigen.

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