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Facebook lässt Dich Nachrichten jetzt verschlüsselt senden

Facebook erlaubt jetzt das Verschlüsseln von Mails.
Facebook erlaubt jetzt das Verschlüsseln von Mails. (©CC: Flickr/Bhupinder Nayyar 2014)

Facebook führt eine strengere E-Mail-Verschlüsselung ein. Ab sofort können Nutzer ihren Kontakten über das Netzwerk verschlüsselte Nachrichten schicken. Hacker sollen dadurch keine Chance mehr erhalten, die Kommunikation mitzulesen.

Facebook möchte den Datenschutz für seine Nutzer verbessern – zumindest zum Teil. Wie das Unternehmen am Dienstag ankündigte, sollen User in Zukunft die Möglichkeit haben, eine Verschlüsselung für Benachrichtigungs-E-Mails einzurichten, die von anderen Usern oder von Facebook selbst verschickt werden. Für Hacker soll es dadurch unmöglich werden, den Mailverkehr mitzulesen.

Bewährtes Verschlüsselungssystem im Einsatz

Um die Mails zu verschlüsseln, setzt Facebook auf das bewährte OpenPGP-Protokoll. Anders als bei der bisher verwendeten TLS-Verschlüsselung können mit diesem auch Anhänge nicht als Volltext von Dritten eingesehen werden. Die OpenPGP-Verschlüsselung erfolgt dabei in der Regel über zwei Schlüssel. Ein öffentlicher Schlüssel wird dabei mit dem Facebook-Profil des Nutzers verknüpft. Dieser kann von anderen Usern im Netzwerk eingesehen und von diesen genutzt werden, um verschlüsselte Nachrichten an den betreffenden Empfänger zu verschicken. Ein zweiter Key wird auf dem Rechner des Nutzers hinterlegt. Mit diesem werden die Mails vom Empfänger wieder entschlüsselt. Auf diese Weise wird nur der richtige Empfänger in der Lage sein, die E-Mail auch wirklich zu lesen.

Bislang nicht auf Smartphones möglich

Zusätzlich möchte Facebook einen eigenen öffentlichen Schlüssel zur Verfügung stellen, mit dem Nutzer überprüfen können, ob die erhaltenen Mails tatsächlich vom Netzwerk verschickt wurden oder ob es sich um Fake-Mails handelt. Bislang funktioniert das Verschlüsselungsverfahren nur auf Computern. Mobile Geräte unterstützen die OpenPGP-Verschlüsselung aktuell nicht. Der Anbieter möchte jedoch nach eigenen Angaben überprüfen, ob sich diese Art der Verschlüsselung auch auf Smartphones und Tablets übertragen lässt.

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