Facebook will mit WhatsApp endlich Geld verdienen

WhatsApp soll Facebook endlich Geld einbringen.
WhatsApp soll Facebook endlich Geld einbringen. (©CC: Flickr/Álvaro Ibáñez 2017)
Patrick Schulze Fragt sich, wann VR-Brillen endlich so massentauglich werden wie in "Ready Player One".

Nach dem schwachen Quartalsergebnis im Frühjahr 2018 will Facebook mit WhatsApp anscheinend erstmals Geld verdienen. Bezahlen sollen aber nur Unternehmen, die den Messenger für die Kundenkommunikation verwenden wollen.

Jetzt macht Facebook also ernst: Nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal 2018 erstmals einen Dämpfer bei Kunden- und Einnahmenwachstum zu verbuchen hatte, sucht der Konzern offenbar nach neuen Einnahmequellen. Plötzlich rückt dabei auch WhatsApp wieder in den Fokus. Mit drei neuen Tools, die am Mittwoch vorgestellt wurden, soll der Messenger zunehmend kommerzialisiert werden.

Unternehmen sollen für WhatsApp-Services zahlen

Doch keine Angst, für normale Nutzer wird WhatsApp auch weiterhin kostenlos bleiben. Die Bezahlmodelle, die Facebook für WhatsApp einführt, richten sich vielmehr an Unternehmen, die den Messenger für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen möchten. In Zukunft werden diese beispielsweise die Möglichkeit haben, Facebook-Anzeigen mit WhatsApp-Links zu schalten. Nutzer können diese Links dann anklicken, um über WhatsApp ein Unternehmen direkt zu kontaktieren.

Ein weiteres Tool gibt Unternehmen die Möglichkeit, wichtige Dokumente wie Versandbestätigungen, Tickets oder Bordkarten direkt per WhatsApp statt per Mail an ihre Kunden zu schicken. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Kunden dem jeweiligen Unternehmen zuvor ihre Telefonnummer mitgeteilt haben. Das dritte Tool ist dafür gedacht, dass Unternehmen den Kundensupport per WhatsApp-Chat abwickeln können.

Rund vier Jahre nach der Übernahme von WhatsApp macht Facebook also langsam ernst und versucht, über den Messenger, der weit über eine Milliarde Nutzer hat, auch Einnahmen zu erzielen. In Zeiten, in denen das Kerngeschäft des Unternehmens erstmals schwächelt, ist ein striktes Festhalten an der Kostenlos-Kultur von WhatsApp wohl nicht mehr wirklich zu rechtfertigen.

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