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Für den guten Zweck: Dieses Gamepad will Blut sehen

Bei jedem Treffer etwas Blut verlieren? Ein neues Gamepad soll Gamer zur Ader lassen – für einen guten Zweck.
"Blood Sport" macht aus einem gewöhnlichen Gamepad eine Blutspende-Station.
"Blood Sport" macht aus einem gewöhnlichen Gamepad eine Blutspende-Station. (©Brand & Grotesque 2014)

Es klingt wie ein verspäteter Halloween-Scherz: Tüftler basteln an einem neuen Gamepad, das dem Spieler bei jedem erlittenen Treffer etwas Blut abnimmt. Damit wollen die Entwickler zu Blutspenden aufrufen. Das Projekt trifft aber nicht nur auf Begeisterung.

Die kanadischen Entwickler Brand & Grotesque hatten auf Kickstarter eine Kampagne für eine neue Technologie namens "Blood Sport" gestartet. Sie wollten 250.000 kanadische Dollar einsammeln, um damit ein Gerät zu entwickeln, das aus einem herkömmlichen Gamepad etwa für PlayStation 4  oder Xbox One eine Blutspende-Station macht: Jedes mal, wenn die Rumble-Funktion ausgelöst wird, wird dem Spieler ein bisschen Blut über eine vorher gelegte Kanüle abgenommen. Die Kickstarter-Betreiber waren von der blutigen Idee aber wenig begeistert. Sie legten die Kampagne jetzt ohne Angabe von Gründen auf Eis.

Bluten für einen guten Zweck

Die Köpfe hinter "Blood Sport" planten, mit dem Geld eine mobile Blutspende-Station zu entwickeln und damit auf Tour quer durch Kanada zu gehen. Auf der sollten Spieler dann in Games wie dem im März 2015 erscheinenden Shooter "Battlefield Hardline" gegeneinander antreten können und somit zur Ader gelassen werden. Ziel der Aktion sollte es sein, zu Blutspenden aufzurufen. Das gesammelte Blut sollte an Blutbanken gehen. Für den Gebrauch im privaten Rahmen war "Blood Sport" übrigens nicht vorgesehen.

Mulmiges Gefühl trotz Sicherheitsmaßnahmen?

Wir können uns gut vorstellen, dass vielen Spielern bei der Idee eines "Blut trinkenden" Controllers etwas mulmig wird. Allerdings haben die Entwickler Sicherheitsmaßnahmen eingebaut, um zu verhindern, dass jemand mehr Blut spendet als medizinisch vertretbar und im schlimmsten Fall sogar zusammenklappt. So muss jeder Nutzer zu Beginn etwa sein Alter, sein Gewicht und seine körperliche Verfassung angeben.

Trotzdem ist offenbar auch den Kickstarter-Machern nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass Nutzer mit der neuen Erfindung echtes Blut – wenn auch nur tröpfchenweise – verlieren. Sie zogen jetzt den Stecker und setzen die Fortführung der Spendenkampagne für "Blood Sport" nach nur einem Tag und bis dato 3390 gespendeten kanadischen Dollars aus. Gründe gaben sie nicht an. Brand & Grotesque wollen den Fall nun prüfen.

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