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Für Spione: Fake-Ladegerät späht Funk-Tastaturen aus

Funktastaturen sind anfällig für eine Ausspähung durch Hacker.
Funktastaturen sind anfällig für eine Ausspähung durch Hacker. (©CC: Flickr/Ivan David Gomez Arce 2014)

Der Bastler und IT-Sicherheitsexperte Samy Kamkar hat ein täuschend echtes USB-Ladegerät entwickelt, das in Wahrheit die Tastatureingaben auf Funk-Keyboards ausspähen kann. Das Gadget kann die Eingaben sogar in Echtzeit an einen Möchtegern-Spion weitergeben.

Der IT-Sicherheitsforscher Samy Kamkar ist bekannt für außergewöhnliche Hacker-Gadgets wie ein USB-Halsband, das den Computer knacken kann. Die neue Entwicklung des Bastlers ist ein täuschend echtes USB-Ladegerät, das in Wahrheit die Tastatureingaben von Funk-Keyboards aufzeichnet und weiterleitet. Laut Kamkar funktioniert das Gadget namens Keysweeper allerdings nur mit Funktastaturen von Microsoft.

Nur bestimmte Funk-Tastaturen von Microsoft sind betroffen

Laut dem Windows-Konzern aus Redmond soll die Sicherheitslücke nur bei Tastaturen auftreten, die vor Juli 2011 hergestellt wurden. Samy Kamkar hingegen erklärt, dass die betroffenen Keyboards auch weiterhin noch gebaut und verkauft werden.

Fake-USB-Ladegerät erlaubt Schnüffeln in Echtzeit

Das Gemeine an dem Schnüffel-Ladegerät: Es besitzt sogar eine eigene SIM-Karte und kann somit Keyboard-Eingaben via Internet oder SMS übertragen. Ein potenzieller Spion kann das Tippen auf Funk-Tastaturen sogar in Echtzeit verfolgen oder sich alarmieren lassen, wenn eine bestimmte Zeichenkombination eingegeben wird. Mit dem Projekt will Kamkar nach eigenen Angaben auf die Hack-Anfälligkeit von Funk-Keyboards hinweisen. Bluetooth-Tastaturen kann Keysweeper hingegen nicht knacken.

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