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Galaxy Note 7: Samsung schlachtet alte Smartphones aus

Alte Galaxy-Note-7-Modelle werden bei Samsung ausgeschlachtet.
Alte Galaxy-Note-7-Modelle werden bei Samsung ausgeschlachtet. (©YouTube/ Samsung Newsroom 2017)

Die zurückgerufenen Galaxy-Note-7-Smartphones werden von Samsung offenbar systematisch ausgeschlachtet, um die teilweise wertvollen Materialien zurückzugewinnen. Vor allem seltene Metalle spielen dabei anscheinend eine wichtige Rolle.

Recycling ist im Smartphone-Geschäft extrem wichtig und das liegt nicht unbedingt daran, dass den Herstellern so viel an Umweltschutz liegt. Vielmehr finden sich in den Geräten viele seltene und teilweise schwer zu beschaffende Metalle, die sich für die Produktion neuer Modelle wiederverwerten lassen. Und so überrascht es wohl nicht, dass Samsung einen Großteil der im letzten Jahr zurückgerufenen Galaxy-Note-7-Smartphones ausschlachtet, um an die begehrten Materialien zu kommen, wie Reuters berichtet.

Tonnenweise seltene Metalle und Ersatzteile

Dabei geht es vor allem um die Rückgewinnung von Materialien wie Kobalt, Silber oder Kupfer, die in geringen Maßen im Galaxy Note 7 verbaut wurden. Aber auch komplette Bauteile wie Kamera-Module, Mikrochips und Displays sollen aus den Smartphones zurückgewonnen werden. Sie könnten in Zukunft als Ersatzteile bei Reparaturen dienen oder weiterverkauft werden. Insgesamt möchte Samsung auf diese Weise satte 157 Tonnen an Material aus den Millionen von Galaxy-Note-7-Modellen zurückgewinnen, die im Herbst 2016 zurückgerufen wurden.

Galaxy Note FE: Relaunch nur mit wenigen Modellen

Aktuell ist das Galaxy Note 7 zwar in Form des Galaxy Note FE leicht abgewandelt wieder erhältlich, allerdings nur in Südkorea und nur in geringer Stückzahl. Der Großteil der aus dem Verkehr gezogenen Smartphones dürfte tatsächlich ausgeschlachtet werden.

Das Galaxy Note 7 war ursprünglich im August 2016 auf den Markt gekommen. Nach mehreren explodierten Smartphones und einem gescheiterten Relaunch musste das Gerät jedoch im vergangenen Herbst komplett zurückgerufen werden. Bei einer internen Untersuchung hatte Samsung defekte Akkus als Ursache der Explosionen ausfindig gemacht. Die Neuauflage Galaxy Note FE wird deshalb auch mit einem neuen Akku ausgeliefert.

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