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Galaxy S5: Fingerabdrücke können gestohlen werden

Das Samsung Galaxy S5: Fingerabdrücke sind auf dem Gerät nicht sicher.
Das Samsung Galaxy S5: Fingerabdrücke sind auf dem Gerät nicht sicher. (©picture alliance / dpa 2014)

Nicht in guten Händen sind offenbar die Fingerabdrücke im Samsung Galaxy S5. Wie jetzt durch die Tests der Sicherheitsfirma FireEye bekannt wurde, ist es für Hacker möglich, Abdrücke zu kopieren und später zu verwenden. Laut den Experten sind auch andere Android-Geräte von der Sicherheitslücke betroffen.

Auf einer Konferenz in San Francisco wurde bekannt, dass es um die Sicherheit der Fingerabdrücke in Samsungs ehemaligem Flaggschiff Galaxy S5 nicht besonders gut bestellt ist. Gespeicherte Abdrücke selbst sind zwar für Hacker unzugänglich, können aber laut den Experten von FireEye auf dem Weg in die Sicherheitszone leicht abgefangen und von Hackern gestohlen werden.

Nicht allein das Samsung Galaxy S5 ist betroffen

Betroffen ist nicht allein das Galaxy S5, auch andere Android-Geräte mit Fingerabdruck-Sensor sind verwundbar. Das Problem ist deshalb so gravierend, weil Fingerabdrücke mehr und mehr zu einem anscheinend sicheren Identifikations-Merkmal werden. Android-Smartphones legen die Abdrücke in einem besonders abgesicherten Speicherbereich ab, der als "Trusted Zone" bezeichnet wird.  Die beiden IT-Experten von FireEye Yulong Zhang und Tao Wei haben herausgefunden, dass es möglich ist, Fingerabdrücke zu speichern, bevor diese im gesicherten Bereich landen. Auf allen Smartphones, die das Betriebssystem Android 5.0 oder niedriger hatten, war es möglich, die Abdrücke zu stehlen. Auf dem Galaxy S5 war es besonders leicht, an die Daten der Abdrücke zu kommen.Und es ist auch möglich, eigene Abdrücke auf das Gerät zu laden und zu verwenden.

Hacker könnten Zahlungen erlauben

Ein Hacker könnte etwa einen falschen Sperrbildschirm anzeigen, und der Nutzer autorisiert in Wirklichkeit eine Zahlung, wenn er glaubt, sein Telefon zu entsperren. Einzige Abhilfe dagegen ist ein Update auf Android 5.1.1, wo die Lücke nicht mehr auftritt. Samsung nimmt das Thema laut einem Firmensprecher "sehr ernst".

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