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Galaxy S6 Edge in der Produktion teurer als das iPhone 6 Plus

In der Produktion teurer als ein iPhone, im Laden aber billiger: Das Samsung Galaxy S6  Edge.
In der Produktion teurer als ein iPhone, im Laden aber billiger: Das Samsung Galaxy S6 Edge. (©Samsung 2015)

Samsung muss für die Produktion des Galaxy S6 Edge pro Stück mehr bezahlen als Apple für sein iPhone 6 Plus – aber wer ein Samsung-Gerät kaufen will, zahlt im Laden dafür etwas weniger als fürs iPhone. Samsung nimmt somit Verluste von 100 Dollar pro Gerät gegenüber Apple in Kauf.

Laut einer Analyse von IHS muss Samsung für die Produktion seines neuen Flaggschiffs Galaxy S6 momentan 290 Dollar aufwenden, während das iPhone 6 Plus schon für schlappe 240 Dollar pro Stück hergestellt werden kann. Da gleichzeitig der Verkaufspreis für das Apple-Gerät um etwa 50 Dollar über dem des Samsung-Smartphones liegt, machen die Koreaner rein rechnerisch gegenüber Apple einen Verlust von 100 Dollar pro verkauftem Edge-Smartphone.

Laut IHS ist das kürzlich auf den Markt gebrachte Samsung Galaxy S6 Edge das teuerste Gerät der S-Serie, das jemals gebaut wurde. Die reinen Materialkosten des Modells mit 64 GB Speicher betragen 284,85 Dollar und die Kosten fürs Montieren 5,60 Dollar. Allein das gebogene Display schlägt mit 85 Dollar zu Buche und ist – wenig überraschend – das teuerste Einzelteil von Samsungs Top-Gerät. Um diese Preise zu ermitteln, hatte IHS ein Edge bei Verizon für 799 Dollar gekauft und dann in seine Einzelteile zerlegt.

iPhone 6 Plus: Billiger in der Produktion, teurer im Verkauf

Ein vergleichbares iPhone 6 Plus hat einen Materialwert von 236 Dollar und die Montagekosten betragen rund 4 Dollar. Der Verkaufspreis im Apple Store allerdings liegt bei 849 Dollar und damit um 50 Dollar über dem des Galaxy S6 Edge.

Einen Haken hat die Analyse allerdings: IHS ermittelt seine Zahlen für jedes neue Smartphone letztlich aufgrund von Schätzungen und Marktpreisen. Weder gehen Patente und andere notwendige Kosten mit in die Kalkulation ein, noch wird berücksichtigt, dass sowohl Apple als auch Samsung viele Teile selbst fertigen und eben nicht am Markt einkaufen müssen. Von den Herstellern bestätigt werden diese Rechnungen daher grundsätzlich nicht.

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