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Galaxy S6-Verkaufszahlen: Samsung erwartet Gewinnrückgang

Wurde das Edge-Display als Verkaufsargument überbewertet?
Wurde das Edge-Display als Verkaufsargument überbewertet? (©CC: Flickr/Karlis Dambrans 2015)

Der weltweit größte Smartphone-Hersteller hat weiterhin mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Samsung schätzte die Nachfrage nach Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge anscheinend falsch ein – und schloss das zweite Quartal 2015 vermutlich deutlich schlechter ab als noch im Vorjahr.

Mit dem Galaxy S6, insbesondere aber mit dem Galaxy S6 Edge, wollte Samsung in diesem Jahr einen Trumpf im Ärmel haben. Offenbar ein Trugschluss, wie sich Ende des Monats zeigen könnte. Am Dienstag sprach der südkoreanische Elektronikkonzern erstmals über die Zahlen des zweiten Quartals 2015, berichtet unter anderem das Wall Street Journal. Wie Samsung eingestehen musste, erwarte man den mittlerweile siebten Umsatzrückgang in Folge. Die Verkaufszahlen der Smartphone-Flaggschiffe Galaxy S6 und Galaxy S6 schätzte man im Vorwege anscheinend zu hoch ein.

Samsungs Mobile Division schwächelt

Samsung rechnet den eigenen Angaben nach mit einem Umsatzrückgang von 8,4 Prozent auf 48 Billionen Won (rund 38 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Gewinn wird den Erwartungen zufolge 4 Prozent geringer ausfallen als noch von April bis Juni 2014. Lediglich im Halbleiter-Geschäftsbereich ist mit starkem Wachstum zu rechnen. Dies dürfte den Umsatzrückgang des Gesamtkonzerns etwas mildern. Die tatsächlichen Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2015 wird Samsung später in diesem Monat veröffentlichen.

Samsung wollte mehr Galaxy S6 als S6 Edge verkaufen

Wer den Release der aktuellen Samsung-Flaggschiffe verfolgte, wird von diesen Wirtschaftsmeldungen vermutlich etwas überrascht. Denn das Galaxy S6 und das S6 Edge kamen von Anfang an gut am Markt an, zahlreiche Vorbestellungen schienen Samsungs Erwartungen zu bestätigen. Allerdings hat sich der Smartphone-Hersteller laut WSJ anscheinend verschätzt, was die Nachfrage nach den unterschiedlichen Varianten angeht.

So soll Samsung davon ausgegangen sein, deutlich mehr Galaxy S6 als Galaxy S6 Edge verkaufen zu können – ungefähr im Verhältnis 4:1. Tatsächlich bewegte sich die Nachfrage nach gewöhnlicher und Curved-Screen-Variante aber auf ähnlichem Niveau. Auf vielen Galaxy S6-Geräten blieb der Hersteller daher sitzen, während er die Marktnachfrage nach dem Galaxy S6 Edge nicht ausreichend bedienen konnte.

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