News

Galaxy S7 & LG G5: Wichtiges Android 6-Feature fehlt

Ein wichtiges Android 6-Feature gibt es bei Galaxy S7 und LG G5 nicht.
Ein wichtiges Android 6-Feature gibt es bei Galaxy S7 und LG G5 nicht. (©Samsung 2016)

Samsung Galaxy S7 und LG G5 kommen natürlich mit Android 6 auf den Markt. Ein wichtiges Feature wird allerdings fehlen. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, microSD-Karten zum internen Speicher der Smartphones hinzuzufügen. Was bedeutet das genau?

Samsung Galaxy S7 und das LG G5 werden zu den ersten Flaggschiff-Smartphones gehören, die bereits ab Werk mit Android 6 Marshmallow daherkommen. Das bedeutet für Käufer natürlich einige Vorteile, denn sie profitieren automatisch von zahlreichen neuen Software-Features, wie der erweiterten Rechteverwaltung oder Google Now on Tap. Eine sehr praktische Funktion von Android 6 werden beide Smartphones jedoch nicht unterstützen, wie arsTechnica schreibt.

Speichererweiterung ja, aber kein Verschmelzen

So soll es mit Galaxy S7, Galaxy S7 Edge und LG G5 nicht möglich sein, microSD-Karten zum internen Speicher der Smartphones hinzuzufügen – ein Feature, das zumindest theoretisch mit Android 6 erstmals möglich ist. Natürlich besitzen sowohl das Galaxy S7 als auch das LG G5 einen Schacht für microSD-Karten. Dieser funktioniert auch so, wie es Smartphone-Nutzer bisher von zahlreichen Geräten kennen. Legt man eine SD-Karte in das Smartphone ein, lassen sich Daten wie Bilder, Musik, Videos und teilweise auch Apps auf diese auslagern.

Partitionen von Smartphone und SD-Karte bleiben getrennt

Android 6 bietet jedoch eine weitere Möglichkeit. So ist es mit dem neuen Betriebssystem möglich, den Speicherplatz der microSD-Karte mit dem internen Speicher des Gerätes zu einer Partition zu verschmelzen. Dabei wird die SD-Karte vom Telefon formatiert und kann – bis zu einer erneuten Formatierung – nur mit diesem Gerät verwendet werden. Das manuelle Auslagern von Daten entfällt durch diesen Schritt. Vielmehr entscheidet Android nach diesem Schritt selbst, wie und wo bestimmte Daten gespeichert werden.

An sich handelt es sich also um eine praktische Funktion, die obendrein auch noch optional ist. Zwar bietet ein Smartphone mit Android 6 nach dem Einlegen der microSD-karte an, diese zu formatieren und zum internen Speicher hinzuzufügen. Wer das aber nicht möchte, kann die Karte auch genau wie bei Smartphones mit einer älteren Android-Version wie gewohnt als separaten Speicherplatz nutzen.

Samsung möchte Nutzer nicht verwirren

In einem Statement gegenüber arsTechnica teilte Samsung mit, beim Galaxy S7 bewusst auf die neue Möglichkeit zu verzichten, die microSD-Karte zum internen Speicher des Smartphones hinzuzufügen. So geht Samsung nach eigenen Angaben davon aus, dass Nutzer die SD-Karten gerne nutzen, um Daten zwischen dem Smartphone und dem PC zu verschieben. Das ist jedoch nur möglich, so lange die Karte nicht vom Smartphone formatiert wurde. Zudem bestehe die Gefahr, dass User beim Fomatieren ihrer SD-Karten die bislang darauf gespeicherten Daten verlieren.

Samsung möchte also verhindern, dass das neue Feature für Verwirrung bei den Nutzern sorgt und hat es deshalb bei Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge standardmäßig deaktiviert. Ob LG ähnliche Motive für die Deaktivierung des neuen Features hat, ist bislang unklar. Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte aber auch der Samsung-Konkurrent von den gleichen Überlegungen getrieben sein.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben