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Galaxy Z Fold 2 vorgestellt: Samsung legt in fast allen Bereichen nach

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Das Samsung Galaxy Z Fold 2 läutet die zweite Generation der Foldables ein. Bild: © Samsung 2020

Mit dem Galaxy Z Fold 2 will Samsung endlich das faltbare Smartphone anbieten, dass das Galaxy Fold aus dem vergangenen Jahr hätte sein sollen. Hier erfährst Du, was sich beim Nachfolger alles verbessert hat.

Samsung teaserte sein neues Falt-Smartphone Galaxy Z Fold 2 bereits Anfang August im Rahmen eines Unpacked-Events an, nun hat das Unternehmen das Gerät offiziell mit allen Features und Spezifikationen vorgestellt. Eines wird schnell klar: Samsung wollte im Vergleich zum Vorgänger Galaxy Fold in möglichst allen Bereichen nachlegen.

Altes Design, nur besser

Am grundlegenden Design hat Samsung im Vergleich zum Galaxy Fold nicht viel verändert. Auch das Galaxy Z Fold 2 ist ein Smartphone, dessen Hauptdisplay nach Innen zusammengefaltet wird. Der AMOLED-Hauptbildschirm im Inneren ist etwas größer als beim Vorgänger und hat eine Diagonale von 7,6 Zoll. Das Display beherrscht zudem eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz.

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Aufgeklappt misst das Z Fold 2 satte 7,6 Zoll. Bild: © Samsung 2020

Alternativ lässt sich ein adaptiver Modus aktivieren, in dem das Smartphone die Bildwiederholrate an den jeweiligen Inhalt anpasst. E-Books zeigt das Galaxy Z Fold 2 beispielsweise nur mit 11 Hz an, um den Akkuverbrauch beim Lesen gering zu halten.

Eine unschöne Kerbe für die Frontkamera gibt es beim neuen Modell nicht mehr, stattdessen hat Samsung die 10-Megapixel-Seflie-Kamera in einem kleinen Loch am oberen Displayrand versteckt – ähnlich wie beim Galaxy Note 20.

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Das Außendisplay ist gegenüber dem Vorgänger stark gewachsen. Bild: © Samsung 2020

Gewachsen ist auch das Display auf der Außenseite des Smartphones. Anstelle des unschönen kleinen 4,6-Zoll-Bildschirms beim Vorgänger gibt es nun einen beinahe randlosen 6,2-Zoll-AMOLED-Screen, in dem eine weitere 10-Megapixel-Kamera steckt. Im Z Fold 2 befinden sich insgesamt also fünf Kamera-Sensoren und -Linsen.

Das Galaxy Z Fold 2 ist gelenkiger

Das Scharnier, mit dem sich das Galaxy Z Fold 2 öffnet und schließt, hat Samsung ebenfalls überarbeitet. Das Smartphone lässt sich nicht nur auf- und zuklappen, sondern auch halb aufgeklappt in Winkeln zwischen 75 und 115 Grad nutzen. Samsung bezeichnet das als Flex Mode und hat seine Software entsprechend angepasst.

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Das Smartphone lässt sich in verschiedenen Winkeln aufklappen. Bild: © Samsung 2020

Apps sollen ihre Darstellung im Flex Mode so anpassen, dass alle Inhalte im oberen Teil des Bildschirms angezeigt werden, während der untere Part als Bedienfläche vorgesehen ist. Das Prinzip entspricht dem eines Laptops. Einige Apps sollen bereits zum Launch im Flex Mode funktionieren, wir bezweifeln aber, dass dies flächendeckend der Fall sein wird.

Die Software macht den Unterschied

Samsung scheint generell vor allem im Bereich Software nachgelegt zu haben. Die komplette Oberfläche ist beim Galaxy Z Fold 2 noch stärker an das Falt-Display und den sich daraus ergebenden Formfaktor angepasst, als es beim Vorgänger der Fall war.

Ein Beispiel: Werden mehrere Apps parallel auf dem Screen genutzt, lassen sich einzelne Elemente wie Bilder und Dateien teilweise per Drag-and-drop von einer App in die andere ziehen. Das soll jedoch nur mit speziellen Apps möglich sein. Samsung hat das Feature anhand von Microsofts Office Suite demonstriert.

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Inhalte aus kompatiblen Apps lassen sich direkt in benachbarte Apps verschieben. Bild: © Samsung 2020

 

Ebenfalls praktisch ist die Möglichkeit, bei bis zu drei gleichzeitig geöffneten Apps parallel Screenshots von allen drei Anwendungen zu machen und anschließend auszuwählen, welcher davon genutzt werden soll.

Die Kamera ist vor allem bei der Software besonders

Auch beim Fotografieren punktet das Samsung Galaxy Z Fold 2 vor allem mit seinem Formfaktor und der dafür angepassten Software. Bei Nutzung der Kamera-App wird das Hauptdisplay zweigeteilt. In einem Teil des Bildschirms ist dann der Sucher zu sehen, der andere Bereich zeigt das zuletzt fotografierte Motiv an. Auf diese Weise hat der Fotograf die Möglichkeit, ein eben erst geknipstes Motiv noch schöner einzufangen.

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Die Kamera-App soll das Display des Falt-Smartphones umfassend ausnutzen. Bild: © Samsung 2020

Ebenfalls praktisch: Bei Porträtaufnahmen kann sich die fotografierte Person während des Shootings selbst im Front-Display sehen und weiß dadurch, wie sie auf dem Bild wirkt.

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Das Kamera-Set-up ist nicht so spektakulär wie beim Galaxy Note 20 Ultra. Bild: © Samsung 2020

Die technische Seite der Hauptkamera ist dagegen fast ein wenig langweilig. Samsung verbaut drei Linsen für Standard-Weitwinkel, Ultraweitwinkel und Zoom. Der 102-Megapixel-Sensor aus dem Galaxy Note 20 Ultra kommt aber ebenso wenig zum Einsatz wie das Teleobjektiv mit fünffacher Vergrößerung. Stattdessen setzt der Hersteller auf dreimal 12 Megapixel und einen zweifachen optischen Zoom.

Schneller Prozessor, viel Speicher, dicker Akku

Die Kamera ist aber der einzige Bereich, in dem das Galaxy Z Fold 2 nicht groß auffährt. Inneren werkeln ein pfeilschneller Snapdragon 865+ und 12 GB RAM an Arbeitsspeicher. Der Datenspeicher ist 265 GB groß, der Akku mit einem Fassungsvermögen von 4.500 mAh ebenfalls nicht von schlechten Eltern.

Preis und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy Z Fold 2 ist ab sofort vorbestellbar. Die UVP liegt bei 1949 Euro. Das ist zwar ziemlich happig aber immer noch günstiger als der Vorgänger zur Markteinführung.

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