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Garmin-Dashcams erhalten nach BGH-Urteil neue Firmware

Dashcams dürfen nicht mehr grundlos unbegrenzt aufzeichnen.
Dashcams dürfen nicht mehr grundlos unbegrenzt aufzeichnen. (©Garmin 2018)

Garmin reagiert auf ein BGH-Urteil vom 15. Mai 2018 und versorgt seine Dashcams mit einem Software-Update. Die neue Firmware begrenzt den Aufzeichnungsvorgang aus Datenschutzgründen auf eine maximale Dauer von drei Minuten und deaktiviert zudem die Zeitraffer-Funktion in Deutschland.

Wie der Bundesgerichtshof (BGH) Mitte Mai entschieden hat, sind Aufzeichnungen von Dashcams als Beweismittel im Unfallhaftpflichtprozess zulässig. Allerdings dürfen Dashcams in Deutschland aus Datenschutzgründen nicht mehr fortwährend ohne Anlass aufzeichnen, sondern nur noch maximal drei Minuten am Stück, informiert Garmin in einer Pressemitteilung. Der Hersteller stellt daher ab sofort ein Update für seine Dashcams bereit und liefert neue Geräte nur noch mit der aktualisierten Software aus.

Neue Firmware begrenzt Aufzeichnungsdauer

Nach der Installation der neuen Firmware zeichnen die Dashcams nur noch drei Minuten am Stück auf und überschreiben die Aufnahmen fortlaufend. Nicht relevante Aufnahmen werden nach Fahrtende ebenfalls umgehend aus dem Puffer gelöscht. Nur wenn ein Unfall registriert wird, werden Daten auf der SD-Karte gespeichert.

Auch mit der Deaktivierung der Zeitraffer-Funktion in Deutschland folgt Garmin der Empfehlung des ADAC, nur unfallrelevantes Bildmaterial zu speichern. Nur bei Fahrten im Ausland können Dashcam-Besitzer die Funktion wieder aktivieren und lange Fahrten in einem kurzen Zeitraffervideo festhalten. Das Update kann via Garmin WebUpdater oder Garmin Express ab sofort für die Modelle DashCam 45, 55 und 65W heruntergeladen werden.

Das ist die Rechtslage in Deutschland

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