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Gmail: Google will E-Mails zu Mini-Websites umbauen

Google verfolgt einen völlig neuen Ansatz für E-Mails.
Google verfolgt einen völlig neuen Ansatz für E-Mails. (©TURN ON 2017)

Google plant mit Hilfe von Gmail und seinen AMP-Tools die Revolution der E-Mail. In Zukunft sollen Mails keine statischen Texte mehr sein, sondern Mini-Websites mit interaktiven und stets aktuellen Inhalten.

Bereits seit einiger Zeit arbeitet Google aktiv daran, das mobile Internet für die Nutzung auf Smartphones schneller zu machen. Einer der wichtigsten Bausteine in dieser Strategie sind die sogenannten Accelerated Mobile Pages (AMP), die in den Google-Suchergebnissen auftauchen und bei denen es sich im Prinzip um verschlankte Versionen von Websites handeln, die auch über schwache Mobilfunkverbindungen relativ schnell laden. Nun möchte Google das AMP-Prinzip auch auf seinen Mailing-Dienst Google Mail übertragen, wie das Unternehmen in einem Blog-Beitrag angekündigt hat.

Die E-Mail wird vom statischen Text zur Mini-Website

Das Ziel dieses Vorstoßes ist es, E-Mails insgesamt schlanker, schneller und vor allem interaktiver zu machen. Durch die neuen Möglichkeiten sollen diese schneller geladen werden und Entwicklern die Möglichkeit bieten, interaktive Elemente in die Mails selbst zu integrieren. E-Mails ließen sich so quasi zu Mini-Websites umzubauen, in denen sich Nutzer durch verschiedene Informationen in Text und Bild klicken können. Google möchte die dafür nötigen Tools aber nicht nur selbst in Gmail integrieren, sondern sie auch anderen E-Mail-Providern frei zur Verfügung stellen, um auf diese Weise einen neuen Standard für Mails zu etablieren.

Erste Partner arbeiten bereits an neuen Mail-Formaten

Erste Anbieter, die mit AMP-Mails arbeiten, sind laut Google derzeit Pinterest, Booking.com oder Doodle. Während Pinterest an E-Mails arbeitet, in denen sich Nutzer direkt durch interessante Inhalte klicken und diese markieren können, hat Doodle praktisch die Möglichkeit, Umfragen direkt in eine E-Mail einzubauen. Booking.com arbeitet wiederum an Mails, die stets aktualisierte Reiseangebote anzeigen können – eben genau wie eine Website.

Sollte sich der Ansatz von Google durchsetzen, E-Mails zu solchen Mini-Websites aufzuwerten, würden sich in Zukunft ganz neue Möglichkeiten für das Medium und für die Kommunikation ergeben. Der Vorstoß ist also definitiv interessant und könnte einen großen Einfluss haben.

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