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Google äußert sich erstmals zur geplanten Suchmaschine für China

Wird sich Google in China freiwillig selbst zensieren?
Wird sich Google in China freiwillig selbst zensieren? (©picture alliance/Da Qing/Imaginechina/dpa 2018)

Google hat sich erstmals offiziell zur geplanten Suchmaschine für den chinesischen Markt geäußert, die angeblich bestimmte Ergebnisse zensieren soll. Laut Firmenchef Sundar Pichai befinde sich das Projekt immer noch in der "Erkundungsphase".

Anfang August kamen erstmals Gerüchte auf, dass Google auf den chinesischen Markt zurückkehren könnte und dafür hinter den Kulissen an einer angepassten Suchmaschine arbeite, die bestimmte Ergebnisse herausfiltere. Nun hat sich der Konzern erstmals offiziell zu dem auch als "Projekt Dragonfly" bekannten Plan geäußert. Wie die BBC berichtet, sprach Google-Chef Sundar Pichai im Rahmen einer Wired-Konferenz in San Francisco über die chinesische Suchmaschine.

Laut Pichai sei die Entwicklung des "internen Tools" noch in einer "sehr frühen Phase" und es sei auch noch gar nicht final beschlossen, dass Google überhaupt eine Suchmaschine in China herausbringen werde. Zudem würden "99 Prozent" der Suchanfragen laut Google-Plan ganz normal dargestellt werden. Dass bei der hohen Zahl von Internetnutzern in China eine Zensur von 1 Prozent der Anfragen noch immer Hunderttausende Suchen betreffen würde, blieb allerdings unerwähnt.

Google-Chef verteidigt Pläne für chinesische Suchmaschine

"Es ist alles noch im Frühstadium und wir wissen nicht, ob wir das in China machen können oder sollen. Wir hatten aber das Gefühl, dass Tests für uns wichtig sind, insbesondere angesichts der Wichtigkeit des Marktes mit seinen vielen Nutzern", erklärte Pichai.

Googles Pläne für eine Rückkehr nach China hatten im August viel Kritik ausgelöst – ein paar US-Senatoren hatten sogar offiziell eine Anfrage bei Google mit der Bitte um mehr Informationen eingereicht.

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