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Google-CEO & Edward Snowden unterstützen Apple im FBI-Streit

Im Streit mit dem FBI erhält Apple Unterstützung von Google und Snowden.
Im Streit mit dem FBI erhält Apple Unterstützung von Google und Snowden. (©picture alliance / AP Photo 2016)

Im Streit mit dem FBI erhält Apple jetzt prominente Unterstützung: Sowohl Google-CEO Sundar Pichai als auch Edward Snowden begrüßen die Entscheidung von Apple, die Verschlüsselung des iPhones nicht softwareseitig auszuhebeln. Mit Donald Trump gibt es hingegen auch eine laute Gegenstimme.

Im Konflikt zwischen Apple und dem FBI darf sich der iPhone-Hersteller jetzt über prominente Unterstützer freuen, berichtet The Verge. In gleich mehreren Tweets lobte Google-CEO Sundar Pichai die Entscheidung von Apple, dem FBI keine sogenannte "Hintertür-Software" zu liefern, um das iPhone zu entsperren und auf persönliche Daten des Besitzers zuzugreifen. Pichai sehe die Privatsphäre der User gefährdet, wenn Unternehmen zum Hacken gezwungen würden. Er befürchte gar einen Präzedenzfall, wenn Konzerne die Daten ihrer Kunden hacken würden.

Donald Trump erachtet die Haltung Apples als "skandalös"

Auch der ehemalige Geheimdienstler Edward Snowden äußert auf Twitter seine Zustimmung zum Verhalten Apples. Das "FBI erschaffe eine Welt, in der die Bürger für die Verteidigung ihrer Rechte auf Apple angewiesen seien". Eigentlich sollte es genau umgekehrt sein, so Snowden. Eine gänzlich andere Meinung vertritt hingegen der mögliche Präsidentschaftsanwärter der Republikaner, Donald Trump. In einem Interview mit dem Nachrichtensender MSNBC am Mittwochabend erklärte der Milliardär, er würde Apple dazu "zwingen", mit dem FBI in dieser Angelegenheit zusammenzuarbeiten. Die Verweigerungshaltung von Tim Cook erachte Trump als "skandalös". Der Politiker bezeichnete ihn als einen "guten Liberalen", der diese Informationen nicht herausgeben wolle.

Ein US-Richter hatte Apple zuvor aufgefordert, dem FBI dabei zu helfen, das iPhone 5c eines Attentäters zu entsperren. Zusammen mit seiner Frau verübte dieser im vergangenen Dezember ein Massaker in San Bernardino. Seit mehr als zwei Monaten versucht die US-Ermittlungsbehörde mittlerweile vergeblich, das iPhone 5c des Mannes zu entsperren. Am Dienstag dieser Woche verkündete Apple dann in einem öffentlichen Brief, sich dieser Forderung widersetzen zu wollen.

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