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Google Fuchsia: Sieht so der Android-Nachfolger aus?

Das Bild zeigt die ersten Screenshots von Fuchsia.
Das Bild zeigt die ersten Screenshots von Fuchsia. (©Ars Technica 2017)

Google arbeitet intern weiter an seinem neuen Betriebssystem und vermeintlichem Android-Nachfolger Fuchsia. Nun sind erstmals Eindrücke der Nutzeroberfläche aufgetaucht, die sich deutlich von Android unterscheidet.

Bereits im August letzten Jahres wurde bekannt, dass Google hinter den Kulissen an einem neuen Betriebssystem namens Fuchsia arbeitet. Fuchsia, das von einigen Beobachtern bereits als möglicher Nachfolger für Android gehandelt wird, baut dabei nicht auf einem Linux-Kernel auf, sondern setzt auf eine neue Software-Architektur namens "Magenta". Mittlerweile hat das Betriebssystem offenbar auch eine eigene Benutzeroberfläche, die auf den Namen "Armadillo" hört, wie Ars Technica berichtet.

Ungewöhnliches Homescreen-Design

Wie genau Armadillo auf einem Smartphone aussehen würde, hat nun der Ars-Technica-Redakteur Ron Amadeo selbst getestet, indem er Teile der Nutzeroberfläche in eine Android-App gepackt und diese auf einem Android-Smartphone gestartet hat. Auffällig ist dabei das ungewöhnliche Design des Homescreen, der im Prinzip an eine riesige Liste erinnert, die sich vertikal durchscrollen lässt. In der Mitte der Liste finden sich ein Profilbild des Nutzers und andere wichtige Informationen wie Datum, Uhrzeit und Standort. Beim Tippen auf das Profilbild öffnen sich die Schnelleinstellungen.

Beim Scrollen nach oben werden verschiedene sogenannte Story-Karten angezeigt, die unter anderem die zuletzt geöffneten Apps zeigen. Die Story-Karten scheinen dabei thematisch sortiert zu sein. Sobald eine Story angetippt wird, landet der User offenbar in der entsprechenden App. Scrollt der Nutzer hingegen nach unten, werden Nachrichten und Vorschläge im Stile von Google Now angezeigt. Verlässt der User den Homescreen, wird im unteren Bildschirmbereich ein Home-Button eingeblendet.

Ist Fuchsia wirklich ein Android-Nachfolger?

Noch ist absolut unklar, worum es sich bei Fuchsia wirklich handelt. Ob das Betriebssystem tatsächlich als Nachfolger von Android gedacht ist, steht damit erstmal in den Sternen. Natürlich könnte Google den Versuch unternehmen, ein eigenes Betriebssystem zu schaffen, das komplett auf eigens entwickelten Komponenten basiert, um Lizenzstreitigkeiten zu verhindern. Auf der anderen Seite wäre der Versuch, das äußerst Populäre Android mit einem neuen Betriebssystem abzulösen, sicherlich riskant.

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