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Google fügt Android Q 53 geschlechtsneutrale Emojis hinzu

Viele Gender-Fluid-Emojis von Google haben einfach mittellanges Haar.
Viele Gender-Fluid-Emojis von Google haben einfach mittellanges Haar.

Google will 53 geschlechtsneutrale Emojis in die aktuelle Betaversion von Android Q integrieren. Die Symbole, die weder besonders männlich noch weiblich aussehen, sind ein Versuch des Herstellers, die Emoji-Tastatur zu vereinfachen.

Seit dem ersten Release im Jahr 1999 ist die Anzahl der Emojis von 176 auf über 3.000 Symbole angestiegen. Bei einigen der Neuzugänge handelt es sich um neue Charaktere und Symbole, viele sind jedoch Varianten bestehender Emojis mit angepasster Hautfarbe oder Geschlecht. Googles aktueller Denkansatz basiert auf der Inklusion mehrerer Varianten in einem Emoji. Wie The Verge anmerkt, ist dies aber gleich mit mehreren Problemen verbunden.

Geschlechter sind im Unicode nicht eindeutig spezifiziert

Zunächst einmal ist es ohnehin nicht möglich, jede mögliche Hautfarben-Geschlechts-Kombination in nur einem Emoji darzustellen. Zum anderen sind die Geschlechter im Unicode teilweise nicht spezifiziert. Beispielsweise ist Googles Emoji für eine Person in einer Sauna weiblich, während sie in iOS männlich ist. So kann es beim Versenden von Nachrichten von Android zu iOS beispielsweise zu ungewollten Geschlechtsumwandlungen bei den Emojis kommen.

Mittellanges Haar als androgynes Merkmal

Googles aktueller Ansatz besteht darin, das Design der Emojis weder besonders männlich noch weiblich wirken zu lassen. So soll zum Beispiel häufig eine mittlere Haarlänge bei den Emojis zum Einsatz kommen, an der das Geschlecht nicht eindeutig erkennbar ist. Andere Figuren, wie beispielsweise der Vampir, sollen androgyne Accessoires bekommen. Momentan trägt der männliche Vampir eine Fliege und der weibliche Vampir eine enge Halskette.

Bei der Darstellung des geschlechtslosen Meermenschen hat sich Google einen kleinen Trick einfallen lassen. Bei dem Emoji sind die Arme vor der nackten Brust verschränkt und es ist so nicht ersichtlich, ob es ein Mann oder eine Frau ist.

Wie Googles Designerin Jennifer Daniel gegenüber Fast Company zugab, sei das Geschlecht eine komplizierte Sache. Persönlich glaube sie sogar, dass es keine echte Lösung für die Problematik gebe. Gender und Hautfarbe zu ignorieren, sei aber auf jeden Fall der falsche Ansatz.

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