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Google kauft für 1,1 Milliarden US-Dollar das Pixel-Team von HTC

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Google-Pixel-Android-03 (©TURN ON 2017)

Google übernimmt das Pixel-Team von HTC und sichert sich den Zugang zu Patenten und Technologien. Damit picken sich die Kalifornier die Filetstücke aus dem angeschlagenen HTC-Konzern heraus, der seine Geschäfte vorführen möchte.

Bereits seit Wochen wurde heftig über eine Übernahme von HTC durch Google spekuliert. Nun kann endlich Vollzug gemeldet werden. Allerdings übernimmt der Software-Riese keineswegs den gesamten HTC-Konzern, ja noch nicht mal eine komplette Sparte, sondern pickt sich nur einige Filetstücke heraus, wie aus einer Mitteilung von Rick Osterloh, dem Chef von Googles Hardware-Sparte hervorgeht.

Google bekommt das Pixel-Team und das Know-how von HTC

Für rund 1,1 Milliarden US-Dollar (rund 910 Millionen Euro) übernimmt Google einen Großteil der Mitarbeiter von HTC aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Design. Dabei handelt es sich in erster Linie um das Team, das in den vergangenen Jahren bei HTC am Google Pixel gearbeitet hat.

Zusätzlich erhält Google durch den Deal nicht-exklusiven Zugang zu den Lizenzen für Entwicklungen und Patente von HTC und kann diese in Zukunft ohne weitere Kosten in seinen eigenen Produkten verwenden. Neben einigen der besten Mitarbeiter sichern sich die Kalifornier damit auch das Know-how des taiwanesischen Herstellers.

Google baut seine eigene Hardware-Abteilung

Google selbst stärkt damit seine noch immer im Aufbau befindliche Hardware-Abteilung und dürfte seine Bemühungen bei der Smartphone-Entwicklung weiter intensivieren. Rick Osterloh spricht in diesem Zusammenhang von einer langfristigen Investition. HTC möchte auf der anderen Seite mit geschrumpfter Belegschaft und frischem Geld von Google weitermachen. Neben der Virtual-Reality-Sparte rund um die VR-Brille Vive soll auch das Smartphone-Geschäft des taiwanesischen Unternehmens fortgeführt werden.

HTC will weitermachen

HTC schreibt seit Jahren rote Zahlen und hat im Smartphone-Segment vor allem mit der günstigen Konkurrenz aus China zu kämpfen. Die noch relativ junge VR-Sparte war dabei bislang nicht einmal ansatzweise in der Lage, die Verluste aus dem Smartphone-Geschäft auszugleichen. Das liegt auch daran, dass der VR-Markt bislang wesentlich langsamer wächst, als noch vor zwei Jahren von Analysten prognostiziert. Das frische Geld von Google könnte dem Unternehmen möglicherweise dabei helfen, seine Geschäfte neu aufzustellen – oder den Niedergang nur verzögern.

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