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Google Maps-Angriff: Apple will Karten mit Drohnen verbessern

Apple will für aktuellere Kartendaten künftig offenbar Drohnen einsetzen.
Apple will für aktuellere Kartendaten künftig offenbar Drohnen einsetzen. (©YouTube/Brain Farm 2016)

Apple will seine Karten-App besser machen – und zwar mithilfe von Drohnen. Die Luftfahrzeuge sollen präzisere und aktuellere Daten liefern. Eine neue Abteilung soll zu diesem Zweck in Seattle aufgebaut werden. Eine bessere Karten-App darf vor allem als Angriff auf den Branchenprimus Google Maps verstanden werden.

Als Apple Maps mit dem Release von iOS 6 seinen Einstand feierte, war der Dienst weit davon entfernt als ernsthafte Alternative gegenüber Google Maps zu gelten. Doch künftig soll die Karten-App deutlich verbessert werden, berichtet MacRumors unter Berufung auf eine Meldung von Bloomberg. Um mit Google Maps konkurrieren zu können, sollen aktuelle Kartendaten künftig von Drohnen stammen. Die seien präziser als die Kameras der Minivans, die derzeit für die Datensätze der Karten-App verantwortlich sind. Vor allem aber würden die Drohnen aktuellere Kartendaten liefern.

Apple hat Genehmigung für kommerzielle Drohnenflüge erhalten

Laut dem Bericht habe Apple bereits im vergangenen Jahr eine Genehmigung für kommerzielle Drohnenflüge bei der US-Bundesluftfahrtbehörde beantragt und schließlich im März dieses Jahres erhalten. Gemäß der derzeitigen Gesetzeslage unterliegen die Drohnenflüge aber strengen Auflagen. Nachtflüge sind nicht gestattet, auch über Personen oder Gebäude dürfen die Drohnen nicht fliegen. Zudem dürfe nur ein lizenzierter Pilot die Fluggeräte steuern. Apple habe laut Federal Aviation Administration keine Probleme mit den Beschränkungen.

Um dieses Projekt voranzutreiben, soll Apple bereits eine eigene Abteilung in Seattle gegründet haben. Die Standortwahl dürfte alles andere als zufällig sein, schließlich hat Versandriese Amazon seinen Sitz in der Stadt. Und Amazon testet bekanntlich mit seinem Projekt Prime Air ebenfalls seit geraumer Zeit Drohnenflüge, angeblich habe man bereits einen Mitarbeiter von Amazon abwerben können.

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