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Google Maps wird voraussichtlich bald Werbung anzeigen

Google möchte mit Google Maps zunehmend Geld verdienen.
Google möchte mit Google Maps zunehmend Geld verdienen.

Google plant offenbar den Einsatz von Google Maps für Werbezwecke. Darauf deuten Aussagen von Googles Business-Chef Philipp Schindler hin. Die Werbung soll zwar nicht die Funktionalität beeinträchtigen, aber eine Monetarisierung der beliebten Karten-App ist wohl unvermeidlich.

Über eine Milliarde Menschen nutzen Google Maps für die Orientierung, um zu reisen und um neue Locations wie Restaurants zu entdecken. Seit der Veröffentlichung vor 14 Jahren steht die Dienstleistung überwiegend kostenlos zur Verfügung. Nun sprechen Interviews mit Google-Managern und Werbekunden des Konzerns dafür, dass Google zunehmend Geld mit der App verdienen möchte.

Eine "sehr große Spielwiese" für Werbeeinnahmen

"Ich denke, es ist eine sehr große Spielwiese, auf der wir vorankommen können", sagte Philipp Schindler im Interview mit dem Analysten Morgan Stanley, wie Bloomberg schreibt. Angedacht sind vor allem bezahlte Suchresultate in Google Maps, wobei etwa ein Restaurant Geld zahlt, um möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu erscheinen. Dabei soll die Datensicherheit gewahrt bleiben, so Schindler, und die Nutzer sollen sich dafür oder dagegen entscheiden können ("Opt-in").

Werbung soll die Erfahrung nicht beeinträchtigen

"Wir möchten Dinge um Dich herum hervorheben und sie in Deiner Nähe einblenden auf eine Art, die Deine Erfahrung nicht beeinträchtigt", so Rajas Moonka, der Director of Product Management für Google Maps. Das Unternehmen stellt bereits anderen Firmen die Technologie hinter Google Maps bereit, damit sie ihre eigenen Karten entwickeln können. Seit dem Start letztes Jahr sind die Preise für diesen Service für die Unternehmenskunden allerdings drastisch angestiegen. Wann die ersten Werbeanzeigen in Google Maps eingeblendet werden, ist noch unbekannt.

Das sagt Andreas:
Sehr viele Menschen verstehen Google Maps als kostenfreies Gemeinschaftsprojekt, zu dem sie ehrenamtlich beitragen können. Sie tragen Informationen zu Orten ein, sie knipsten Fotos, sie schreiben Bewertungen. Tatsächlich habe ich schon vor einer ganzen Weile damit aufgehört, Google Maps auf diese Art zu unterstützen. Es ist nämlich für Google kein Gemeinschaftsprojekt, welches das Unternehmen fördert. Es ist vielmehr eine Möglichkeit für eine Firma, mit dem ehrenamtlichen Engagement der Nutzer Geld zu verdienen. Das wird nun leider bald auch dem letzten Google-Maps-Nutzer schmerzlich bewusst werden.
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