Google Pixel 3 vs. Sony Alpha 7R III: So gut ist Night Sight wirklich

Patrick Schulze Fragt sich, wann VR-Brillen endlich so massentauglich werden wie in "Ready Player One".

Der neue Nachtmodus des Google Pixel 3 sollte selbst gestandenen Kameraherstellern Angst machen. In einem direkten Vergleich mit der Sony Alpha 7R III schlägt sich das Smartphone überraschend gut.

Der neue Night-Sight-Nachtmodus für das Google Pixel 3 kommt einer kleinen Revolution der Smartphone-Fotografie gleich. Mit ihm ist ein Smartphone nämlich erstmals in der Lage, auch bei fast völliger Dunkelheit noch schöne Fotos zu knipsen. Dabei kommt die Smartphone-Kamera einer Vollformatkamera wie der Sony Alpha 7R III schon erstaunlich nahe, wie der Fotograf Pierre T. Lambert in einem Video auf YouTube (via PetaPixel) demonstriert.

Das Pixel 3 setzt für Nachtfotos auf Software-Power

Rein physikalisch hat die Smartphone-Kamera des Pixel 3 natürlich nicht den Hauch einer Chance gegen eine Sony Alpha 7R III mit einem 35mm-Weitwinkel-Objektiv. Deshalb setzt Google für seinen Nachtmodus vor allem auf Software-Power. Im Endergebnis sehen sich die Fotos, die Profikamera und Smartphone machen, zwar sehr ähnlich. Aber anhand einiger Details lässt sich dennoch erkennen, dass beide auf unterschiedliche Tricks setzen, um zum finalen Bild zu kommen.

So punktet die Sony A7R III vor allem mit ihrer langen Belichtungszeit, die zur Folge hat, dass sich schnell bewegende Objekte stark verwischen und teilweise kaum noch wahrnehmbar sind. Das Pixel 3 belichtet zwar ebenfalls länger, aber im Endeffekt setzt die Software dann mehrere Einzelbilder zu einem Gesamtfoto zusammen, sodass bewegliche Objekte immer noch zu sehen sind –mitunter jedoch ebenfalls stark verschwommen.

Es gibt Unterschiede – aber weniger als gedacht

Das hat zur Folge, dass die Schärfe in einigen Bildbereichen bei Fotos des Pixel 3 deutlich höher ist als bei den Bildern der Sony Alpha 7R III. Andererseits wirken Lichtquellen wie Lampen auf den Bildern der Profikamera deutlich natürlicher. Unterm Strich – und das ist die eigentliche Sensation – dürfte es für Laien jedoch auf den ersten Blick nicht mehr erkennbar sein, dass einige dieser Bilder von einem Smartphone geknipst wurden und nicht von einer Kamera. Und wir sprechen hier immerhin von einer Kamera, die ohne Objektiv deutlich über 2000 Euro kostet.

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