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Google steht angeblich kurz vor der Übernahme von HTC

HTC könnte bald von Google geschluckt werden.
HTC könnte bald von Google geschluckt werden. (©TURN ON 2017)

Google steht nach aktuellen Berichten offenbar kurz vor der Übernahme des angeschlagenen Smartphone-Herstellers HTC. Die Virtual-Reality-Sparte um die VR-Brille Vive soll allerdings nicht Teil des Deals sein und könnte möglicherweise eigenständig fortbestehen.

Das Machtgefüge im Smartphone-Markt ist mal wieder in Bewegung. Grund dafür sind Berichte, wonach Google an einer Übernahme der Smartphone-Sparte von HTC interessiert ist. Mittlerweile sollen die Gespräche zwischen beiden Unternehmen laut Digitimes schon weit vorgeschritten sein. Eine Übernahme könnte also tatsächlich bevorstehen.

Google könnte mit einem Kauf des taiwanesischen Unternehmens seine eigene Hardware-Sparte stärken. Schließlich hat der Internetriese mit seinen Pixel Phones, die bereits von HTC gefertigt werden, große Ambitionen. Für HTC könnte es bei dem Deal hingegen um alles gehen. Der Smartphone-Hersteller steckt in ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten und schreibt seit Monaten tiefrote Zahlen. Vor allem die günstigere Konkurrenz aus China bereitet dem Unternehmen ernsthafte Schwierigkeiten. Ob HTC ohne einen Investor noch ein weiteres Jahr überlebt, ist derzeit mehr als fraglich.

Die Vive könnte in ein eigenständiges Unternehmen wandern

Allerdings soll sich Google nicht für den gesamten HTC-Konzern interessieren. Die relativ erfolgreiche Virtual-Reality-Sparte, die unter anderem die HTC Vive betreut, soll demnach nicht Teil des Deals sein. Diese könnte folglich als eigenständiges Unternehmen fortbestehen oder an einen anderen Investor verkauft werden. Intern hat HTC die Geschäfte für Smartphones und VR-Brillen schon vor einiger Zeit in unterschiedliche Abteilungen verlagert, sodass eine Trennung des Unternehmens theoretisch recht leicht möglich sein sollte.

Bislang wollen weder Google noch HTC die Berichte zur möglichen Übernahme kommentieren. Dies ist allerdings nicht weiter verwunderlich, da derartige Geschäfte niemals öffentlich publik gemacht werden, bevor sie nicht unter Dach und Fach sind. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

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