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Google übernimmt angeblich den Lichtfeld-Kamerapionier Lytro

Google könnte die Kamera-Technologie von Lytro in seinen Pixel-Smartphones einsetzen.
Google könnte die Kamera-Technologie von Lytro in seinen Pixel-Smartphones einsetzen. (©YouTube/The Verge 2017)

Google übernimmt offenbar den Lichtfeldkamera-Pionier Lytro. Bereits zuvor hatte Google die Technologie für eine Virtual-Reality-App eingesetzt. Möglicherweise profitieren neben VR-Apps auch die Kameras zukünftiger Pixel-Smartphones von den revolutionären Möglichkeiten der Lichtfeld-Aufnahme.

40 Millionen US-Dollar oder gar nur 25 Millionen US-Dollar soll sich Google den Lichtfeldkamera-Macher Lytro kosten lassen. Das wäre sehr wenig Geld, wenn man bedenkt, dass Lytro bei der letzten Bewertung von 2017 noch 360 Millionen US-Dollar wert war, wie Daten von Pitchbook laut TechCrunch zeigen. Die Übernahme ist allerdings noch nicht offiziell bestätigt, sondern TechCrunch bezieht sich auf anonyme Insiderinformationen von Quellen, die mit dem Deal zu tun haben sollen.

Neue Lichtfeld-VR-Apps wahrscheinlich

Erst letzte Woche gab Google den Release einer neuen VR-App namens "Welcome to Light Fields" bekannt, den das Unternehmen mithilfe von 16 Go-Pro-Kameras erstellt hat. Vielleicht hat Google nun Gefallen an der Lichtfeld-Technologie gefunden und möchte zukünftig auf solche DIY-Notlösungen verzichten und stattdessen die Lichtfeld-Kameras von Lytro einsetzen oder neue bauen. Die Übernahme würde laut TechCrunch schließlich wohl auch die 59 Lichtfeld-Patente von Lytro beinhalten.

Bei Lichtfeld-Aufnahmen kann nachträglich der Fokus festgelegt werden, zudem lässt sich jedes Objekt auf einem Foto vom Hintergrund trennen, als würde es vor einem Green Screen stehen. Green Screens werden bei der Filmproduktion eingesetzt, um computeranimierte Hintergründe hinter Schauspielern einzufügen.

Smartphone-Kameras mit Lichtfeld-Technologie?

Offenbar konnte Lytro alleine die aktuellen Herausforderungen für Kamera-Hersteller und für die Etablierung seiner Lichtfeld-Technologie nicht meistern. Kamera-Hardware wie die ursprünglich über 1000 Euro teure Lytro Illum ist schwer zu verkaufen und Virtual Reality entwickelt sich langsamer als erwartet. Google-Fans dürfen sich allerdings freuen, denn das Unternehmen wird die Lichtfeld-Technologie sehr wahrscheinlich für neue und beeindruckende VR-Apps einsetzen und obendrein vielleicht sogar seine Smartphone-Kameras eines Tages mit der Technologie ausstatten. Zumindest Mashable gibt sich hier optimistisch.

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