Google und LG zeigen VR-Display mit höherer Auflösung als 4K

Das neue VR-Display von LG und Google (links) ist viel schärfer als konventionelle VR-Displays (rechts).
Das neue VR-Display von LG und Google (links) ist viel schärfer als konventionelle VR-Displays (rechts). (©Google und LG via UploadVR 2018)
Andreas Müller Hat im vergangenen Jahr so viele Smartphones getestet, dass er einen Orden verdient hätte.

Google und LG haben auf der Display Week in LA ein VR-Display mit einer Pixeldichte von 1443 ppi gezeigt. Das 4,3 Zoll große OLED-Panel löst mit 3840 x 4800 Pixeln auf und läuft mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz.

Das neue VR-Display ist viel schärfer als alle auf dem Markt befindlichen Displays. Obendrein ist kein Fliegengitter-Effekt auszumachen und so wirken die Inhalte realistischer. Das lässt sich an einem Foto erkennen, das UploadVR von Googles und LGs Display-Prototypen geknipst hat. Das Foto zeigt links den neuen Bildschirm mit seiner Pixeldichte von 1443 ppi und rechts ein "konventionelles" VR-Display mit 538 ppi. Selbst das ist ziemlich viel, so erreicht die Oculus Rift nur 456 ppi.

Prototyp viel schärfer als alle verfügbaren VR-Displays

Das VR-Display mit der höchsten Auflösung und Schärfe auf dem Markt bietet aktuell die HTC Vive Pro. Genau genommen sind zwei 3,5-Zoll-Displays mit je einer Auflösung von 1600 x 1440 Pixeln und einer Pixeldichte von 615 ppi im HTC-Headset verbaut. Die Ingenieure von Google und LG erläutern in einem umfassenden Dokument in der Wiley Online Library, wie ihnen das Kunststück gelungen ist, einen VR-Bildschirm mit 1443 ppi zu entwickeln. Dem Dokument zufolge erreicht das Display sogar die von HDR benötigte Farbtiefe von 10 Bit, ist aber insgesamt nicht HDR-kompatibel.

Google möchte Branche in die Zukunft führen

Google hat sich das Ziel gesetzt, dass sich VR-Welten einst "vollkommen real anfühlen" sollen, so VR- und AR-Chef Clay Bavor letztes Jahr laut 9to5Google. Theoretisch lässt sich das neue VR-Display durch einen mobilen Smartphone-Chip antreiben, läuft dann aber wohl nur mit 75 Hz. Google und LG haben den Prototypen allerdings nicht für eine Veröffentlichung entwickelt, sondern um "die Branche anzutreiben", wie der Hardwareingenieur Carlin Vieri von Google gegenüber 9to5Google erklärte.

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