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Google verlangt zwei Jahre lang Sicherheitsupdates für Android

Wie das Pixel 3 XL sollen bald alle Android-Smartphones regelmäßige Sicherheitsupdates bekommen.
Wie das Pixel 3 XL sollen bald alle Android-Smartphones regelmäßige Sicherheitsupdates bekommen. (©YouTube/ UrAvgConsumer 2018)

Google verpflichtet Hersteller von Android-Smartphones, mindestens zwei Jahre lang Sicherheitsupdates bereitzustellen. Im ersten Schritt ist diese Maßnahme nur für populäre Android-Smartphones verpflichtend, ab 2019 aber für jedes neue Gerät.

Das soll aus Verträgen zwischen Google und Smartphone-Hersteller hervorgehen, die The Verge vorliegen. Während Google schon seit längerer Zeit vorbildlich monatlich neue Sicherheitsupdates für seine eigenen Smartphones bereitstellt, ist dies bei den allermeisten Herstellern nicht der Fall. Häufig werden Updates nur stark verspätet oder auch gar nicht angeboten. Eine neue Vereinbarung soll jetzt die Hersteller von Android-Smartphones in die Pflicht nehmen.

Vereinbarung gilt ab 2019 für alle neuen Android-Smartphones

Im ersten Jahr nach Release sollen mindestens vier Sicherheitspatches veröffentlicht werden, was einem Update pro Quartal entspricht. Im zweiten Jahr sollen ebenso Sicherheitsfixes bereitgestellt werden, wobei keine genaue Zahl definiert wurde. Am Ende eines jeden Kalendermonats müssen außerdem Sicherheitslücken geschlossen worden sein, die älter als 90 Tage sind. Diese Regel gelte für alle neu veröffentlichten Smartphones, unabhängig davon, wann sie angekündigt wurden.

Die neue Vereinbarung soll für alle Smartphones gelten, die nach dem 31. Januar 2018 veröffentlicht wurden. Zunächst konzentriert sich Google auf die größeren Hersteller und Android-Handys, die mindestens 100.000 Mal aktiviert wurden. Seit dem 31. Juli gelte die Verpflichtung für 75 Prozent aller Android-Smartphones, die unter diese neuen Bestimmungen fallen. Ab dem 31. Januar 2019 soll die neue Regelung schließlich für alle Smartphones mit Android gelten.

Sollte Google Verstöße gegen Vertragsklauseln feststellen, behalte sich das US-Unternehmen vor, künftige Android-Smartphones des entsprechenden Herstellers nicht mehr zu autorisieren.

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