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Google will das Internet zur ultimativen AR-Plattform machen

Google möchte Augmented-Reality-Inhalte auf alle Websites bringen.
Google möchte Augmented-Reality-Inhalte auf alle Websites bringen. (©Google 2018)

Das Internet selbst soll laut Google zur größten Augmented-Reality-Plattform der Welt werden. Mit dem Entwicklertool Article sollen sich Websites in Zukunft beliebig mit AR-Elementen erweitern lassen. Über den Smartphone-Screen können diese dann in die echte Welt transportiert werden.

Augmented Reality (AR) geistert als Schlagwort nun schon seit einer ganzen Weile durch die Tech-Branche. Die bekanntesten Apps, die AR-Features nutzen, sind dabei nach wie vor Snapchat und Pokémon Go. Weitere Apps sollen in Zukunft dank Tools wie ARKit (iOS) oder ARCore (Android) für mobile Endgeräte entstehen. Die wohl größte Plattform für Augmented-Reality-Inhalte könnte in Zukunft allerdings das Internet selbst werden – dank eines neuen Entwicklertools für Webbrowser, das Google am Montag vorgestellt hat.

Article macht jede Website zur Augmented-Reality-Plattform

Das Tool hört auf den Namen "Article" und ist im Prinzip eine Art Galerie für 3D-Modelle. Article soll Web-Entwicklern die Möglichkeit geben, 3D-Modelle in ihre Websites einzubauen, sodass Nutzer mit kompatiblen Browsern diese per Mauszeiger oder mithilfe ihrer Finger drehen und scrollen können. Wie genau das funktioniert, zeigt Google selbst anhand einer Informations-Website zu einem Raumanzug.

Richtig interessant wird Article jedoch erst mit Smartphones, die bereits ARKit oder ARCore unterstützen. Dort erscheint rechts unten bei dem Modell ein Button, mit dem sich das 3D-Modell mit der Smartphone-Kamera in der richtigen Welt platzieren lässt. Das ist vor allem interessant, um die Größenverhältnisse eines Objektes besser zu verstehen. Websites könnten mithilfe dieser Technik in Zukunft verstärkt 3D-Objekte als interaktive Elemente anbieten.

Augmented-Reality soll mit jedem Browser funktionieren

Das eigentlich tolle an Article ist jedoch, dass es prinzipiell mit jedem Browser und jedem Betriebssystem funktionieren soll. Auf diese Weise hat die Technologie das Potenzial, sich schnell durchzusetzen und Entwickler zum Experimentieren anzuregen.

AR-kompatibel sind derzeit alle iPhones mit iOS 11, das Samsung Galaxy S8 und alle Google-Pixel-Smartphones. Weitere Geräte sollen jedoch in den nächsten Monaten fit für ARCore gemacht werden. Dann könnte Augmented Reality im Netz so richtig durchstarten.

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