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Google will mit Android M in Autos einziehen

Android Auto braucht noch die Smartphone-Anbindung, der Nachfolger soll eigenständig funktionieren.
Android Auto braucht noch die Smartphone-Anbindung, der Nachfolger soll eigenständig funktionieren. (©picture alliance / Kyodo 2014)

Android Auto ist noch gar nicht fertig, da arbeitet Google schon an der Nachfolgeversion. Android M soll 2015 Android Lollipop ablösen und in Autos auf der ganzen Welt einziehen. Grundlegende Neuerung: Das Smartphone kann dann zuhause bleiben.

Nach L kommt M – nicht nur im Alphabet, sondern auch bei Google. Auf Android Lollipop soll 2015 eine Version folgen, die mit dem Buchstaben "M" beginnt. Und mit Android M hat Google anscheinend Großes vor: Die OS-Version soll nicht nur Tablets und Smartphones weltweit versorgen, sondern auch in Autos aller Marken eingesetzt werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen, die mit den Plänen Googles vertraut sind.

Android M soll eigenständig in Autos funktionieren

Erst im Juni hatte der Suchmaschinenriese bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O die OS-Variante Android Auto vorgestellt. Diese funktioniert allerdings nur zusätzlich zum fahrzeugeigenen Infotainment-System, wenn dieses mit dem Smartphone verbunden ist. Android M hingegen soll die bisherigen Systeme vollständig ersetzen können. So würde das Auto mit eigenem LTE-Modul auch dann online gehen und die bekannten Android-Apps aufrufen können, wenn der Akku des Smartphones leer ist.

Google und Apple liefern sich Wettrennen

Google ist aber nicht der einzige Konzern, der diesen Markt für sich entdeckt hat und um die Gunst der Autobauer buhlt. Konkurrenz bekommt der Internetgigant von Apple mit CarPlay.  Die Pläne, sofern sie denn stimmen, Android M zum eigenständigen Infotainment-System für Autos zu machen, könnte Google einen bedeutenden Vorteil verschaffen. Zudem dürfte das datenliebende Unternehmen auf die Generierung vieler zusätzlicher Nutzerinformationen hoffen – etwa zur täglichen Fahrstrecke oder der Geschwindigkeit.

Aus diesem Grund halten Analysten es aber für unwahrscheinlich, dass Google die Autohersteller problemlos auf seine Seite zieht. Zum einen würden die Marken nicht einfach so auf ihre eigenen Systeme verzichten wollen. Zum anderen müsse Google die Performance und Stabilität von Android noch deutlich verbessern, um weltweit in Autos einziehen zu dürfen, erklären die unternehmensnahen Quellen gegenüber Reuters.

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