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Google will schlechte Android-Apps im Play Store abstrafen

Google führt neue Qualitätsstandards für Apps ein.
Google führt neue Qualitätsstandards für Apps ein. (©TURN ON 2017)

Google sagt schlechten Android-Apps im Google Play Store den Kampf an: Mies programmierte und fehlerhafte Apps sollen in Zukunft ein deutlich schlechteres Ranking erhalten. Der Suchmaschinen-Riese möchte auf diese Weise die Entwickler motivieren, bessere Arbeit abzuliefern.

Über 2,8 Millionen Apps tummeln sich laut einer Statistik vom Mai 2017 derzeit im Google Play Store. Neben vielen nützlichen Anwendungen sind darunter leider auch jede Menge Apps, die entweder gar nicht oder nicht richtig funktionieren. Gerade um diese schwarzen Schafe will sich Google aber in Zukunft stärker kümmern, wie Engadget berichtet.

Ein Mittel gegen Bugs und Abstürze

So möchte der Suchmaschinen-Riese in Zukunft die Performance und Stabilität von Apps mithilfe diverser Tools überprüfen und die jeweiligen Entwickler informieren, wenn eine App nicht den Anforderungen genügt. Als kritisch stuft Google dabei Apps ein, die häufig Fehlermeldungen oder Abstürze produzieren, die Prozessor und Akku länger als nötig belasten, die mit weniger als 60 Frames pro Sekunde laufen und die für Freezes auf dem Display sorgen.

Mit dem Vorgehen möchte Google die Entwickler vor allem dazu anhalten, ihre Apps besser zu programmieren und auf mögliche Schwachstellen im Programmcode zu achten. Außerdem sollen Apps, bei denen große Probleme festgestellt werden, ein schlechteres Ranking im Play Store erhalten, damit weniger Nutzer diese finden und installieren.

Google setzt neue Qualitätsstandards für den Play Store

In der Vergangenheit sah Google sich öfter dem Vorwurf ausgesetzt, sich nicht ausreichend um die Qualität der Apps im Play Store zu kümmern. Verglichen mit Apple schien der Android-Entwickler deutlich laschere Qualitätsstandards anzusetzen, wenn es um die Veröffentlichung von Applikationen in seinem Store ging. Das führte zwar zu einem schneller wachsenden Angebot im Store, aber leider auch zu vielen schlecht programmierten Apps, die bei den Nutzern eher Frust statt Freude hervorriefen.

Mit dem neuen Programm könnte sich das nun ein Stück weit ändern. Zwar sieht es momentan nicht so aus, als wollte Google den Zugang zum Store für Entwickler einschränken, aber allein ein strengeres Ranking könnte für viele schlecht programmierte Apps den Todesstoß bedeuten. Diese könnten in Zukunft einfach in der unüberschaubaren Masse an verfügbaren Applikationen untergehen.

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