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Google wollte Snapchat für 30 Milliarden Dollar kaufen

Google wollte Snapchat angeblich schon 2016 übernehmen.
Google wollte Snapchat angeblich schon 2016 übernehmen. (©TURN ON 2017)

Nicht nur Facebook hatte Interesse an Snapchat: Auch Google wollte den Konzern hinter der App 2016 für satte 30 Milliarden Dollar kaufen. Das Angebot soll noch nicht endgültig vom Tisch sein.

Snapchat ist begehrt: Das gilt nicht nur für die App auf dem Smartphone, sondern auch für das Unternehmen selbst. Facebook-Chef Mark Zuckerberg wollte das Unternehmen bereits 2013 kaufen und machte damals ein Angebot über drei Milliarden US-Dollar, das aber abgelehnt wurde. Doch mittlerweile scheinen sich auch andere Branchengrößen für Snapchat zu interessieren: zum Beispiel Google. Der Suchmaschinenriese machte Snapchat 2016 angeblich ein Angebot über satte 30 Milliarden Dollar, wie Business Insider am Donnerstag berichtet.

Das Angebot liegt angeblich noch auf dem Tisch

Zu einem Verkauf von Snapchat an Google kam es damals bekanntermaßen nicht, auch wenn beide Unternehmen laut Branchenkennern enge Kontakte pflegen und in regelmäßigem Austausch stehen sollen. Das Unternehmen Snapchat, das seit September 2016 offiziell nur noch Snap heißt, ist inzwischen an der Börse notiert und hat mit fallenden Kursen zu kämpfen. Der aktuelle Wert wird auf etwa die Hälfte der von Google gebotenen 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. Umso interessanter ist, dass der Deal laut den Quellen von Business Insider noch immer nicht endgültig vom Tisch sein soll.

Vor allem die Aktionäre von Snap dürften die Nachricht vom Google-Angebot angesichts fallender Kurse und der großen Konkurrenz durch Facebook und Instagram mit Interesse verfolgen. Dabei besteht jedoch natürlich auch die Chance, dass die Berichte zur Google-Offerte gezielt gestreut wurden, um den Aktienkurs von Snapchat nach oben zu treiben.

Snapchat: Viele Nutzer, aber wackliges Geschäftsmodell

Insgesamt befindet sich Snapchat derzeit in einer schwierigen Situation. Während die App weiterhin vor allem bei jungen Nutzern beliebt ist und Facebook in dieser Zielgruppe ernsthafte Konkurrenz macht, fehlt dem Unternehmen Snap selbst eine ähnlich breites Geschäfts- und Plattform-Portfolio wie dem Zuckerberg-Konzern, der zudem versucht, mit Instagram die Features von Snapchat zu kopieren. Google könnte diesen Überbau bieten und gleichzeitig könnte der Suchmaschinenriese mit Snapchat endlich ein florierendes Social-Media-Netzwerk in sein Plattform-Portfolio integrieren.

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