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GoPro könnte Konkurrenz bekommen – von Apple!

Apple hat sich ein Kamerasystem patentieren lassen, das stark an die GoPro erinnert.
Apple hat sich ein Kamerasystem patentieren lassen, das stark an die GoPro erinnert. (©Facebook/GoPro 2015)

Wenn jemand actionreiche Sportarten filmen will, greift er meistens zur GoPro. Apple will dem Action-Cam-Hersteller aber womöglich einen Strich durch die Rechnung machen. Der Konzern aus Kalifornien bekam nun das Patent für ein GoPro-ähnliches Kamerasystem zugesprochen. Der GoPro-Aktienkurs fiel daraufhin merklich.

Das US Patent and Trademark Office hat Apple am Dienstag eine Reihe von 34 neuen Patenten zugesprochen. Darunter befindet sich auch ein Patent für ein spezielles Kamerasystem, das bereits 2012 beantragt wurde. In dem Antrag ist laut Patently Apple von einer Kamera die Rede, die an verschiedenen Objekten befestigt werden kann – etwa an einem Fahrradhelm, einer Tauchmaske, einem Motorrad oder einem Surfboard. Damit würde Apple genau in das Territorium des Action-Cam-Marktführers GoPro vorstoßen.

Wie wahrscheinlich ist eine Apple-Cam?

Das Apple-Patent, das mithilfe von Kodak entwickelt wurde, beschreibt ein Kamerasystem, das aus der Ferne bedienbar sein soll, zum Beispiel über eine Smartwatch. Verschiedene Befestigungsmöglichkeiten machen die Kamera vielfältig einsetzbar – sowohl als Action-Cam als auch als gewöhnliche Kompaktkamera. Insbesondere in Sachen Bedienung und Akkuleistung will Apple den Marktführer GoPro wohl übertrumpfen.

Nach Bekanntwerden der Patentgenehmigung fiel der Kurs der GoPro-Aktie am Dienstag prompt um zwölf Prozent. Die Apple-Aktie schloss hingegen mit einem leichten Plus. Weder GoPro noch Apple wollten sich bislang zum Thema äußern. Einige Analysten warnen jedoch davor, das Patent überzubewerten. "Ich denke, dass es den gleichen Einfluss auf GoPro haben wird, wie das iPhone auf Kamerahersteller hatte und dieser Einfluss äußert sich dahingehend, dass weniger Kameras verkauft werden, aber nicht gar keine", sagte Analyst Michael Pachter der Nachrichtenagentur Reuters. Hinzu kommt, dass Apple sich regelmäßig alles Mögliche patentieren lässt – doch nur ein Bruchteil dessen kommt auch tatsächlich auf den Markt.

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