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GoPro verlässt das Drohnen-Geschäft – oder noch schlimmer?

Beim TURN-ON-Actiontest durfte die Karma aus eindrucksvollen Perspektiven filmen.
Beim TURN-ON-Actiontest durfte die Karma aus eindrucksvollen Perspektiven filmen. (©YouTube / Turn ON 2018)

GoPro stellt keine Drohnen mehr her. Außerdem hat das Unternehmen weitere Maßnahmen ergriffen, um 2018 profitabler zu werden, denn die Lage sieht offenbar nicht gut aus. Der Ausstieg aus dem Drohnengeschäft hat aber noch einen anderen Grund als den harten Wettbewerb.

GoPro stellt keine weiteren Karma-Drohnen mehr her und zieht sich aus verschiedenen Gründen ganz aus dem Geschäft mit den Fluggeräten zurück. Das schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung über die Ergebnisse des vierten Geschäftsquartals 2017. GoPro hat über 250 Mitarbeiter entlassen, die größtenteils im Drohnen-Bereich tätig waren, und die Mitarbeiterzahl von 1254 auf 1000 reduziert. Der Firmenchef Nicholas Woodman begnügt sich im Jahr 2018 mit einer Entschädigung in der symbolischen Höhe von einem US-Dollar.

Drohnenmarkt durch Regulierungen beeinträchtigt

GoPro nennt einerseits einen extrem starken Wettbewerb im Drohnengeschäft als Grund, wobei die Karma-Drohne im Jahr 2017 immerhin auf dem zweiten Platz der meistverkauften Drohnen in ihrem Preisbereich gelandet war. Andererseits sei aber auch eine "feindschaftlich eingestellte Regulierungsumgebung in Europa und den USA" ein Faktor. Tatsächlich müssen die Nutzer in Deutschland seit Oktober 2017 einen Führerschein für Drohnen ab zwei Kilogramm Gewicht nachweisen, wovon die Karma nicht betroffen ist, und es wurde eine Kennzeichnungspflicht eingeführt, die auch für die Karma-Drohne gilt.

Firmenboss erwägt angeblich Verkauf von GoPro

Bereits seit April 2017 gilt zudem die Drohnen-Verordnung und mit ihr zahlreiche Regelungen und Vorschriften zum Drohnen-Betrieb, die ihre Besitzer kennen und beachten müssen. Die wirtschaftlichen Probleme von GoPro scheinen allerdings über das schwierige Drohnengeschäft hinauszugehen. So erwägt Woodman laut CNBC angeblich einen Verkauf des Unternehmens. Demnach ist es unklar, ob es einen Interessenten gibt.

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