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Hacker leakt Tool, mit dem das FBI Attentäter-iPhone knackte

Vor rund einem Jahr versuchte das FBI verzweifelt, das iPhone eines Attentäters zu knacken.
Vor rund einem Jahr versuchte das FBI verzweifelt, das iPhone eines Attentäters zu knacken. (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2017)

Erinnerst Du Dich noch an den Streit zwischen Apple und dem FBI vor knapp einem Jahr? Die Hacker-Tools, die 2015 letztlich dabei halfen, das iPhone eines Attentäters zu knacken, sind nun teilweise geleakt worden – von einem anderen Hacker. Im Nachhinein lässt sich sagen: Gut, dass Apple damals nicht nachgegeben hat!

Vor rund einem Jahr verlangte das FBI von Apple, das iPhone 5c von Syed Farook zu entschlüsseln, einem der Attentäter von San Bernardino. Allein gelang es der US-Behörde nämlich nicht, an die privaten Daten auf dem iOS-Gerät zu gelangen, die dabei helfen sollten, die Hintergründe des Terroranschlags aufzuklären. Doch Apple weigerte sich damals und schloss es grundsätzlich aus, ein Betriebssystem mit Hintertür zu entwickeln. Eine Art "Master-Schlüssel", der Zugriff auf sämtliche iOS-Geräte erlauben würde, sei eine nicht zu unterschätzende Sicherheitsgefahr. Wie sich jetzt herausstellt, sollte Apple-CEO Tim Cook damit Recht behalten.

Hacker leakt Tool mit Warnung an das FBI

Ein Hacker hat nämlich rund 900 GB an sensiblen Daten vom israelischen Software-Entwickler Cellebrite gestohlen, mit dem das FBI 2015 zusammenarbeitete. Vermutlich befindet sich unter den jetzt geleakten Hacker-Daten auch das Tool, das damals zum Knacken von Farooks iPhone 5c verwendet wurde, berichtet MacRumors. Der Hacker wollte damit aufzeigen, dass es solche Tools immer irgendwie an die Öffentlichkeit schaffen. "Die Vergangenheit sollte das klarmachen", erzählte er Motherboard in einem Online-Chat. "Die Debatte um Hintertüren wird nicht verschwinden, im Gegenteil, sie wird intensiver geführt werden, je autoritärer die Gesellschaft wird", so der Hacker.

Zusammen mit den sensiblen Daten veröffentlichte der Leaker übrigens auch eine Warnung, die sich direkt an das FBI richtet: Mit den Worten "Seid vorsichtig, was ihr euch wünscht" macht er darin seinen Standpunkt zu Hintertüren und zur daraus resultierenden Sicherheitsgefahr noch einmal unmissverständlich klar.

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