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Huawei bekommt 90 Tage Schonfrist – und Trump lehnt Handel ab

Donald Trump trifft Xi Jinping beim G20-Gifplel in Japan im Juni 2019.
Das Verhältnis zwischen den USA und China bleibt belastet.

Huawei darf für weitere 90 Tage bei US-Unternehmen Chips einkaufen, um die Bedürfnisse von Bestandskunden zu befriedigen. Zugleich sagte US-Präsident Donald Trump, dass die USA am liebsten gar nicht mit Huawei handeln würden.

Amerikanische Zulieferer dürfen Huawei für weitere 90 Tage beliefern. Eigentlich wäre die Frist heute ausgelaufen. Der amerikanische Handelsminister Wilbur Ross gab nun jedoch eine Verlängerung der "Temporary General Licence" bekannt. Das schreibt Reuters mit Bezug auf eine Aussage von Ross gegenüber dem Fox Business Network.

"Ich möchte überhaupt keinen Handel"

Zugleich gab Ross jedoch bekannt, dass er 46 weitere Huawei-Geschäftspartner auf die "Entity List" setzen wird, die Schwarze Liste des US-Handelsministeriums. US-Präsident Donald Trump ging noch weiter, als er am Sonntag laut Reuters erklärte, dass er den Handel mit Huawei eigentlich am liebsten ganz untersagen würde. "Ich möchte überhaupt keinen Handel, weil (Huawei) eine Bedrohung der nationalen Sicherheit darstellt und ich glaube wirklich, dass die Medien das ein wenig anders dargestellt haben."

Schonfrist wird um 90 Tage verlängert

Laut Trump könnten kleine Teile von Huawei aus dem Handelsverbot ausgenommen werden, aber das wäre "sehr kompliziert". Nun haben US-Unternehmen aber zunächst für drei Monate die Möglichkeit, einen Antrag bei der Behörde für die Genehmigung einzelner Aufträge zu stellen, dem jeweils eine strenge Prüfung folgt. Die Lage um den Huawei-Bann bleibt also angespannt.

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