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Huawei-Boss lästert über das Galaxy Fold

Samsung Galaxy Fold
Huaweis Mobile-Chef findet das Design des Galaxy Fold nicht sehr gelungen.

Faltbare Smartphones waren ein Trend auf dem MWC 2019: Nachdem das Galaxy Fold von Samsung im Vorfeld der Messe enthüllt wurde, legte Huawei in Barcelona mit dem Mate X nach. Huaweis Mobile-Chef lässt jedoch kein gutes Haar am faltbaren Smartphone der Konkurrenz.

Die Chinesen hätten selbst einen ähnlichen Prototyp wie Samsung für ihr faltbares Smartphones entwickelt, erklärte Richard Yu, Chef von Huawei Mobile, im Gespräch mit Business InsiderYu persönliche habe dieses Design aber schnell wieder verworfen. "Es war nicht gut. Ich habe das Gefühl", betonte Yu, "zwei Bildschirme, auf der Front und auf der Rückseite, machen das Smartphone zu schwer." Man habe an mehreren Lösungen gearbeitet und gleich drei Projekte gleichzeitig entwickelt. Doch letztendlich habe man selbst ein Konzept, das sogar besser als das Galaxy Fold sei, nicht realisiert.

Auf den ersten Blick sind sowohl das Huawei Mate X als auch das Samsung Galaxy Fold zwei Smartphones, die sich falten lassen. Dennoch unterscheidet sich der Faltmechanismus der beiden Geräte gravierend. So besitzt das Galaxy Fold zwei Displays: Wird es zusammengefaltet, wird an der Außenseite ein kleiner Bildschirm aktiv.

Faltbare Smartphones mit Preisen über 2000 Euro kaum massenkompatibel

Huawei setzt hingegen auf nur ein einziges Display, das sowohl im zusammengeklappten als auch geöffneten Zustand größer ist als das des Galaxy Fold. Dadurch wirkt das Design des Mate X zwar insgesamt etwas stimmiger, dürfte aber anfälliger für Kratzer sein. Analyst Frank Gillett von Forrester Research glaubt zudem, dass der Faltmechanismus beim Mate X besser gelöst sei und das Display weniger beanspruche, als es beim Galaxy Fold der Fall sei.

Ob faltbare Smartphone überhaupt massentauglich sind, wird erst die Zeit zeigen. Vor allem an den Preisen merkt man, dass es sich noch nicht um Mainstream-Technologien handelt: Das Galaxy Fold soll 2000 Euro kosten und im Mai in den Handel kommen. Das Huawei Mate X wird mit rund 2300 Euro sogar noch teurer und soll im Sommer erscheinen. Jüngst bestätigte auch Motorola Pläne für ein faltbares Smartphone – und kritisierte wiederum das Mate X sehr scharf.

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