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Huawei hat bald auch Face ID und Animojis

So soll der 3D-Sensor von Huawei funktionieren.
So soll der 3D-Sensor von Huawei funktionieren. (©Winfuture 2017)

Das iPhone X dürfte nicht lange das einzige Smartphone mit Face ID bleiben. Auch Huawei hat einen 3D-Sensor in Arbeit und kopiert sogar die Animojis von Apple. Zum Einsatz könnte die Technik schon in wenigen Monaten kommen.

Mit der Gesichtserkennung Face ID beim iPhone X hat Apple zumindest im Smartphone-Bereich derzeit ein einzigartiges System am Start. Doch besonders lange dürfte die Exklusiv-Phase nicht andauern, denn vor allem die Konkurrenz von Huawei hat derzeit ein eigenes System in Arbeit, das sehr ähnlich funktioniert. Vorgestellt wurde der neue 3D-Sensor laut Winfuture erstmals am Dienstag während der Präsentation des Honor V10.

Ähnlich zu Face ID aber nicht identisch

Technisch ist der 3D-Sensor von Huawei dem von Apple sehr ähnlich, aber nicht identisch. Anstelle eines Lasers setzen die Chinesen auf eine Spezialkamera, die von sich aus in der Lage sein soll, eine dreidimensionale Karte des Gesichts anzufertigen. In nur zehn Sekunden soll das System in der Lage sein, ein Modell des Gesichts aus 300.000 Punkten zu erstellen, zehn Mal mehr als bei Apples Face ID.

Genutzt werden soll dieser Sensor natürlich unter anderem zum Entsperren des Smartphones und zur Authentifizierung des Nutzers beim mobilen Bezahlen. Die Anmeldung soll in 400 Millisekunden möglich sein, womit der Gesichtsscanner aber etwas langsamer wäre als die sehr schnellen Fingerabdrucksensoren von Huawei, die zwischen 100 und 300 Millisekunden brauchen.

Auch Animojis kommen auf Huawei-Smartphones

Und auch einen zweiten Verwendungszweck hat Huawei für den 3D-Sensor vorgesehen: Animojis. Tatsächlich haben die Chinesen ein System zum Animieren von Emojis mithilfe der Gesichtserkennung entwickelt, das dem von Apple sehr ähnlich sein soll. Allerdings sollen die Huawei-Animojis noch etwas detaillierter arbeiten und unter anderem auch die Zunge des Nutzers erkennen können.

Kopie oder Eigenentwicklung?

Zum Einsatz kommen wird die neue Technik vermutlich im nächsten Jahr. Ob es sich dabei um eine Kopie von Face ID handelt oder eher um eine Parallelentwicklung, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Sollte Huawei die Technik jedoch bereits Anfang des Jahres mit dem P11 einführen, spräche das definitiv für Letzteres. Es dürfte nämlich kaum möglich sein, ein derart komplexes System ohne jahrelange Vorarbeit schnell aus dem Ärmel zu schütteln. Wer weiß, vielleicht ist die Zeit einfach generell reif für komplexe Mechanismen zur Gesichtserkennung.

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