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Huawei hat doch keine Android-Alternative

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Huawei-Gründer Ren Zhengfrei nimmt den Huawei-Bann in der Öffentlichkeit locker. Aber hat er wirklich einen Plan B?

Das Hongmeng OS oder auch Ark OS genannte Betriebssystem von Huawei ist nicht für Smartphones vorgesehen. Mit dieser Aussage sorgte der Vorsitzende von Huawei für eine erhebliche Überraschung. Das Unternehmen wird vielmehr weiterhin auf Android setzen und hat offenbar keinen Plan B für den Handelsstreit mit den USA.

Das bislang als Android-Alternative gehandelte Hongmeng OS dient in erster Linie als Betriebssystem für Geräte im Internet der Dinge. Das erklärte Ling Hua, der Vorsitzende von Huawei Technologies, nun laut Pocket Now bei einer Pressekonferenz im chinesischen Shenzhen. "Was Smartphones angeht, ist noch immer das Android-Betriebssystem unsere 'erste Wahl'. Wir haben noch nicht entschieden, ob Hongmeng OS in Zukunft als Smartphone-Betriebssystem entwickelt werden kann."

Die Android-Alternative ist wohl keine

Zuvor hatte Huawei mehrmals etwas anderes behauptet. "Wir haben ein eigenes Betriebssystem vorbereitet. Sollte es einmal dazu kommen, dass wir diese Systeme [Android und Windows] nicht mehr nutzen können, wären wir also gewappnet. Das ist unser Plan B", sagte Richard Yu, Chef von Huaweis Konzernsparte Consumer Business Group, gegenüber Welt Online. Auch Alaa Elshimy, der Managing Director und Vice President der Huawei Enterprise Business Group Middle East, präsentierte gegenüber Tech Radar Hongmeng OS als Android-Alternative.

Hat Huawei doch keinen Plan B?

Stimmen nun hingegen die aktuellen Aussagen von Liang Hua, "dann hat Huawei nicht nur keinen Plan B, obwohl sie uns etwas anderes glauben ließen, sondern die Zukunft ihres Smartphone-Geschäfts ist in ernsthafter Gefahr", so Pocket Now. US-amerikanische Chip-Hersteller dürfen unter bestimmten Umständen weiterhin mit Huawei handeln, aber das chinesische Unternehmen bleibt auf der schwarzen Liste des US-Handelsministerium.

Ob Huawei weiterhin Android als Betriebssystem für neue Smartphones nutzen darf, ist noch unbekannt. Dazu gibt es weder von Huawei noch von Google ein Statement. Nur für aktuell erhältliche und lagernde Geräte besteht eine Update-Garantie.

Das sagt Andreas:
Und am Ende heißt es dann, wir Journalisten machen "Fake News". Woher sonst kommen all diese widersprüchlichen Informationen? Vielleicht doch nicht immer von uns.
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