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Huawei P10: Welchen Chip Käufer erhalten, ist Glückssache

Das Huawei P10 wird mit unterschiedlichen Speicherchips ausgeliefert.
Das Huawei P10 wird mit unterschiedlichen Speicherchips ausgeliefert. (©TURN ON 2017)

Das Huawei P10 wird mit unterschiedlichen Speicher- und RAM-Chips ausgeliefert. Welche Chips die Käufer dabei erhalten, ist offenbar reine Glückssache, wie der Hersteller nun zugeben musste. Problematisch ist, dass die Leistungsunterschiede je nach Ausstattung teilweise recht hoch sind.

Ein Huawei P10 zu kaufen, ist ein bisschen wie Lotto spielen. Je nachdem, welches Gerät der Käufer erwischt, muss dieser sich mit einer anderen Bestückung an Speicherchips zufriedengeben. Nach mehreren Vorwürfen von Käufern hat der chinesische Hersteller laut Engadget am Donnerstag zugegeben, dass sowohl beim RAM-Speicher als auch beim internen Flash-Speicher unterschiedliche Chip-Varianten verbaut werden.

Unterschiede bei RAM- und Flash-Speicher

Problematisch daran ist, dass die verschiedenen Speicherchips teilweise auch unterschiedlich schnell arbeiten. So kommt in einigen P10-Modellen ein LPDDR4 RAM zum Einsatz, während andere mit dem langsameren LPDDR3 RAM bestückt sind. Auch beim Datenspeicher gibt es Unterschiede zwischen P10-Smartphones mit schnellen UFS 2.1-Chips und solchen mit etwas langsameren UFS 2.0 oder eMMc 5.1. Laut Huawei sind die Unterschiede auf eine schlechte Verfügbarkeit der einzelnen Komponenten zurückzuführen, weshalb man sich für unterschiedliche Ausstattungsvarianten entschieden habe.

Benchmark zeigt verschiedene Geschwindigkeiten

Die abweichende Bestückung mit Speicherchips macht sich auch in der Leistungsfähigkeit der Smartphones bemerkbar – zumindest theoretisch. In verschiedenen Benchmark-Tests zeigen sich nämlich durchaus Unterschiede beim Speicherzugriff. So erfolgt diese bei UFS 2.1-Chips mit über 700 MB/s, während der Wert bei UFS 2.0-Chips nur noch bei knapp über 500 MB/s liegt und bei eMMc 5.1-Chips bei unter 300 MB/s.

Auch Apple nutzt ähnliche Tricks

So unschön diese Unterschiede bei einem High-End-Smartphone auch sind, in der Praxis dürften sie nur in Ausnahmefällen auffallen. Dennoch bleibt der Kauf eines Huawei P10 oder P10 Premium natürlich ein Glücksspiel, denn von außen lässt sich praktisch nicht erkennen, welche Speicherbausteine im Smartphone stecken und die Preise sind für jedes Modell gleich. Doch allein ist Huawei mit diesem Vorgehen nicht: Auch beim iPhone 7 zeigten sich in Benchmarks deutliche Unterschiede bei der Zugriffsgeschwindigkeit auf den Speicher. So soll der Speicher im 32-GB-Modell deutlich langsamer arbeiten als in den 128- und 256-GB-Versionen.

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