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Huawei-Smartphones müssen ohne Facebook-Apps auskommen

Bald nicht mehr auf Huawei-Smartphones vorinstalliert: Facebook und WhatsApp.
Bald nicht mehr auf Huawei-Smartphones vorinstalliert: Facebook und WhatsApp.

Im Rahmen des Handelsstreits zwischen den USA und China droht Huawei neuer Ärger. Facebook wird seine Social-Media-Apps in Zukunft offenbar nicht mehr auf neuen Smartphones des Herstellers vorinstallieren lassen.

Wie Reuters berichtet, wären davon nicht nur die Facebook-Apps selbst, sondern auch die zum Konzern gehörenden Anwendungen WhatsApp und Instagram betroffen. Die drei beliebten Apps sind alle üblicherweise auf Huawei-Smartphones vorinstalliert. Bereits ausgelieferte Huawei-Handys sind von dieser Maßnahme laut Facebook aber nicht betroffen.

Ohne Play Store keine Facebook-App

Wer nun meint, dass sich geneigte Huawei-User WhatsApp und Co. ja auch einfach selbst downloaden können, muss bedenken: Sollte Google im Rahmen der Sanktionen gegen Huawei tatsächlich den Zugriff auf den Play Store kappen, müssten die Facebook-Apps aus anderen Quellen heruntergeladen werden. Auch die Frage nach Updates der Anwendungen bliebe hier offen. Ohne Apps wie Facebook, WhatsApp, Instagram und womöglich auch Twitter wäre Huawei vermutlich stärker denn je dazu gezwungen, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln.

Gnadenfrist bis Mitte August

Huawei steht seit Mitte Mai in den USA auf einer schwarzen Liste von Unternehmen, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Firmen strengen Kontrollen unterliegen. Der Grund: Die USA befürchten Cyberspionage der chinesischen Regierung mithilfe von Huawei-Geräten. Derzeit gilt für die Huawei-Sanktionen aber noch ein Aufschub von 90 Tagen, der im August auslaufen würde. Ob die Android-Lizenz danach noch einmal verlängert wird, ist offen.

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