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iCloud-Ausfall: Millionen iPhone-User hatten Mail-Probleme

Am Freitag konnten Mails via iCloud lange Zeit nicht verschickt werden.
Am Freitag konnten Mails via iCloud lange Zeit nicht verschickt werden. (©picture alliance / Sven Simon 2016)

Apples Online-Dienst iCloud war am gestrigen Freitag viele Stunden nicht erreichbar. Wer auf seinem iPhone Mails via iCloud schreiben oder Notizen synchronisieren wollte, musste sich gedulden. Laut Apple waren nur 0,86 Prozent aller User betroffen – also weltweit wohl mehrere Millionen Nutzer.

Erst kürzlich musste der App Store stundenlange Ausfälle verkraften, jetzt hat es iCloud getroffen, berichtet 9to5Mac. Demzufolge begannen die Probleme mit dem Online-Dienst des iPhone-Herstellers am Freitag gegen 14 Uhr. Laut Angaben des Konzerns hatten insgesamt 0,86 Prozent der iCloud-User mit Problemen zu kämpfen. Was sich als Prozentangabe nach äußerst wenigen Betroffenen anhört, täuscht darüber hinweg, dass vermutlich Millionen Nutzer weltweit weder Mails verschicken noch empfangen konnten. Notizen konnten ebenfalls nicht synchronisiert werden, hier blieb nur die lokale Speicherung.

iCloud hatte gute vier Stunden mit Ausfällen zu kämpfen

Auf seiner Systemstatus-Seite räumte Apple die Ausfälle ein, behoben wurden die Probleme demzufolge gegen 18 Uhr. Der Dienst iCloud war somit für rund vier Stunden nicht in gewohnten Umfang nutzbar. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund ärgerlich, dass iCloud nur in der Basis-Version mit 5 GB kostenlos ist. User mit größeren Speicherkapazitäten zahlen schließlich jeden Monat einen Betrag an das Unternehmen aus Cupertino. Kürzlich bereitete bereits der App Store Probleme. Teilweise waren wichtige Apps nach einer Suche nicht auffindbar. Auch damals dauerte die Problembehebung mehrere Stunden.

Erst im vergangenen November machte iCloud Schlagzeilen, nachdem viele User über verlorene Nachrichten nach einem iCloud-Backup klagten. In einem Ratgeber behandeln wir zudem, wie der Speicher erweitert und wieder verringert werden kann.

Meinung des Autors
Zum Glück nutze ich meine iCloud-Mail nur für die private Kommunikation – ansonsten wäre man bei iCloud mitunter das ein oder andere Mal aufgeschmissen. Mag der Ausfall gestern, von dem ich auch betroffen war, nur vier Stunden lang gedauert haben. Der erste Aussetzer des Dienstes war es beileibe nicht. Es vergeht nahezu kein Monat, in dem ich nicht mit Problemen zu kämpfen hatte. Mails kommen nicht an, können auch nicht verschickt werden.

Das habe ich bei Gmail in dieser Häufung über all die Jahre nicht feststellen können. Es ist ja nicht erst seit iCloud so, als iPhone-User seit 2009 habe ich seinerzeit auch den Vorläufer MobileMe genutzt. Ausfälle waren schon damals eher die Regel als die Ausnahme. Vor dem Hintergrund eines teilweise kostenpflichtigen Dienstes sollte Apple mit Hochdruck daran arbeiten, seinen Online-Dienst endlich verlässlicher zu machen.
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