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IFA-Trend: Smartphones werden in Zukunft ohne Kabel geladen

Energous will das Aufladen von Smartphones revolutionieren.
Energous will das Aufladen von Smartphones revolutionieren. (©TURN ON 2016)

Ein Smartphone komplett ohne Kabel oder Induktionsstation zu laden, war bislang unmöglich. Doch dank der Technik WattUp von Energous soll es schon bald möglich sein, Handys und andere Geräte auch über eine Distanz von fünf Metern kabellos aufzuladen. Warum das gar nicht so verrückt ist, wie es klingt, haben wir uns auf der IFA 2016 angeschaut.

Eines der Highlights am zweiten Pressetag der IFA 2016 ist traditionell das Showstoppers-Event, auf dem sich vor allem kleinere Hersteller mit ihren Highlight-Produkten präsentieren können. Dort werden sie dann von Journalisten wie uns umlagert und müssen Rede und Antwort stehen. Ein absolutes Highlight in diesem Jahr – der Meinung ist übrigens auch Kollege Jens – war der Stand von Energous. Deshalb möchte ich deren Produkt namens WattUp an dieser Stelle noch einmal besonders in den Fokus rücken.

WattUp: Ein unsichtbares Produkt, dass die Welt revolutionieren kann

Das Verrückte ist eigentlich, dass es am Stand von Energous außer einem großen Logo und einigen Flyern überhaupt nichts zu sehen gab. Denn das, was der Hersteller mit WattUp verkaufen will, ist völlig unsichtbar. Es handelt sich nämlich um Strom, genauer gesagt um eine neue Ladetechnik für Smartphones, Tablets, kabellose Kopfhörer, Fernbedienungen und alle möglichen Arten von elektrischen Kleingeräten. Und diese Ladetechnik ist vor allem deshalb unsichtbar, weil sie komplett ohne Kabel und ohne Induktionsstationen funktionieren soll – Wireless-Strom quasi.

Radiowellen zum Laden von Akkus

WattUp soll Geräte nämlich über Radiowellen aufladen. Alles, was dazu benötigt wird, ist ein Transmitter, der irgendwo im Haushalt mit einer Stromquelle verbunden wird. Dieser Transmitter kann dann über Radiowellen bis zu zwölf Geräte aufladen, die sich in einem Umkreis von maximal fünf Metern befinden. Der Vorgang soll für den Menschen völlig ungefährlich sein.

Natürlich müssen diese Geräte jedoch mit der Ladetechnik von Energous ausgestattet sein und über eine kleine Antenne verfügen, welche die Radiowellen in echten Strom umwandeln kann. Mit Devices, die komplett aus Metall sind, wird das Ganze ebenfalls nicht funktionieren. Theoretisch soll es jedoch sogar möglich sein, dass einige größere Geräte, wie etwa Fernseher in Zukunft über einen eingebauten Transmitter verfügen und als Ladestation für Smartphones, Smartwatches, MP3-Player und ähnliche Geräte dienen können. Sogar Akkus und Batterien mit eingebauter Energous-Technologie soll es laut Hersteller geben. Auf diese Weise könnten selbst herkömmliche Fernbedienungen in Zukunft aufgeladen werden.

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Auch bei den Showstoppers: Die Mini-Braumaschine von Picobrew. (©TURN ON 2016)

Viele Hersteller zeigen angeblich Interesse

Zahlreiche Hersteller aus der Consumer Electronics-Branche sollen laut Energous bereits Interesse an WattUp haben. Eine erste große Partnerschaft könnte schon auf der CES im Januar 2017 bekannt gegeben werden. Glaubt man jedoch dem Hersteller, dann soll es schon in wenigen Jahren sehr viele Geräte von unterschiedlichen Herstellern geben, die mit der Energous-Ladetechnik ausgestattet sein sollen. Ob es sich bei dieser Ankündigung nur um heiße Luft handelt oder ob das wirklich realistisch ist, muss der Hersteller letztlich selbst beweisen.

Weitere Trends und Highlights der IFA 2016

Natürlich gab es auf dem Showstoppers-Event jedoch noch zahlreiche weitere Highlights, wie etwa PicoBrew, den Mini-Bierbrauer für Zuhause, den neuen Edel-Fitness-Tracker von Garmin, einen elektronischen Reiserucksack und vieles mehr. Die kompletten Highlights präsentieren Alex und Jens im zugehörigen Video.

Alle weiteren News und Hands-On-Tests von der IFA 2016 findest Du auf unserer Special-Seite.

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