News

"Independence Day 2": Das sagt die Kritik zum Kinostart

"Independence Day: Wiederkehr" kommt in die Kinos und die ersten Kritiken sind gespalten.
"Independence Day: Wiederkehr" kommt in die Kinos und die ersten Kritiken sind gespalten. (©Fox Movies 2016)

Morgen ist der deutsche Kinostart von "Independence Day 2". Die ersten Kritiken fallen gespalten aus. Es hängt wohl davon ab, ob einem Roland Emmerichs Krachbumm-Kino gefällt. Für einen pompösen Filmabend mit massig Action, tollen Effekten und Kitsch bis zum Abwinken ist der Film offenbar durchaus brauchbar. Das sagt die Kritik.

Wenn etwas auf der großen Leinwand in die Luft gesprengt werden soll, fragt man am besten Michael Bay ("Transformers") oder Roland Emmerich ("Independence Day", "Godzilla"). Der deutsche Regisseur Emmerich hat allerdings die Nase vorn, was die auf der Leinwand zerstörte Gesamtfläche angeht. Bei ihm werden Großstädte bis hin zu ganzen Kontinenten vereist, überflutet, verbrannt oder gesprengt. "Independence Day 2" – hierzulande auf den Verleihtitel "Independence Day: Wiederkehr" getauft – ist der neue Höhepunkt von Emmerichs Zerstörungsorgien. Ob die Spezialeffekt-Flut auch als Film durchgeht, darüber streiten sich die Kritiker.

Zerstört "Independence Day: Wiederkehr" auch sich selbst?

Bei IMBD hat "Independence Day: Wiederkehr" eine Wertung von 5,6 von 10 Sternen bei 37646 Bewertungen, größtenteils aus den USA, wo der Kinostart des Film schon am 20. Juni stattfand. Bei Rotten Tomatoes bekam der Film eine Wertung von 4,4 von 10 Punkten bei 177 Besprechungen. Metacritic vergibt schließlich eine Profi-Kritikerwertung von 32 von 100 Punkten auf der Grundlage von 38 Kritiken und eine Nutzerwertung von 4,7 von 10 Punkten bei 289 Bewertungen regulärer Kinogänger. Demnach wäre der neue "Independence Day" eher ein schlechter bis durchschnittlicher Film. Es lohnt sich allerdings, genauer hinzusehen.

Hirnlos, aber unterhaltsam

Der deutsche Filmjournalist Lutz Herkner hat sich den neuen "Independence Day" für seinen YouTube-Kanal moviwatch vorab angesehen. Er zeigt sich sehr beeindruckt von den Spezialeffekten. Es sei so, als würde man "den ersten Teil von Tron mit Avatar vergleichen". Er kritisiert aber, dass das Effektgewitter erst nach 40 Minuten richtig losgeht. Der Pathos wirke "völlig übertrieben". Was die Schauspieler angeht, meint Herkner, dass Jeff Goldblum und der schräge Wissenschaftler Brent Spiner fast den Film retten würden. Aber Liam Hemsworth, der eigentliche Hauptdarsteller, "ist eigentlich kein richtiger Schauspieler", weil er vor allem dasitze und gut aussehe. Auch leide der Film unter Logiklücken. "Man muss es halt wirklich als Popcorn-Kino nehmen, Hirn ausschalten und nicht allzu viele Fragen stellen". Insgesamt vergibt Herkner trotz allem 4 von 5 Punkten.

Das gute, alte Ende der Welt

Matt Singer von Screen Crush war hingegen sehr enttäuscht vom neuen "Independence Day 2". Er schreibt, dass die meisten Wahrzeichen der Welt schon im Trailer zerstört werden. In "Independence Day: Wiederkehr" wird zwar ein großer Teil der Erde großflächig geplättet, aber ohne dass man mit Details oder den Schicksalen von individuellen Menschen konfrontiert würde. Die Zerstörung der halben Welt "ist uns egal". Dan Jolin von Empire findet den Film hingegen "so spektakulär, wie man es hoffen würde. Sie werden sich genügend amüsieren, um nicht einmal Will Smith zu vermissen." Guy Lodge von Variety lobt die Nostalgie, die der Film auslöst: "Es ist das Ende der Welt, noch immer so, wie wir es kennen."

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben