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Intel-Sicherheitspatch könnte PC-Prozessoren extrem verlangsamen

Eine Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren sorgt für Aufregung.
Eine Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren sorgt für Aufregung. (©Microsoft 2017)

Eine Sicherheitslücke in Millionen Intel-Prozessoren könnte viele PCs weltweit extrem verlangsamen. Der dafür nötige Sicherheitspatch soll die Leistung der Prozessoren nämlich dauerhaft um bis zu 30 Prozent verringern.

In Zeiten, in denen Apple mit einer absichtlichen iPhone-Drosselung für Empörung sorgt, könnte ein ähnlicher Aufruhr möglicherweise schon bald über Intel hereinbrechen. Millionen von Computer-Prozessoren des US-amerikanischen Herstellers sollen nämlich von einer schwerwiegenden Sicherheitslücke betroffen sein, wie The Register und andere Quellen übereinstimmend berichten. Doch damit nicht genug: Der Sicherheitspatch, der die Lücke schließen soll, könnte die Prozessoren extrem verlangsamen – und das dauerhaft.

Windows-, Linux- und MacOS-Rechner gleichermaßen betroffen

Der Grund dafür ist, dass die Sicherheitslücke auf der untersten Verarbeitungsebene der Intel-Firmware zu finden ist. Ein entsprechender Patch ist schwer zu implementieren und könnte die Leistung der Prozessoren um bis zu 30 Prozent verringern. Selbst im besten Fall gehen die Entwickler von mindestens 5 Prozent Leistungsverlust aus.

Betroffen ist anscheinend eine riesige Anzahl von Intel-Prozessoren in allen möglichen Arten von PCs mit Windows, Linux oder MacOS. Rechner mit Hauptprozessoren von AMD soll die Sicherheitslücke hingegen nicht betreffen.

Intel hüllt sich noch in Schweigen

Bislang wurden weder die Sicherheitslücke noch die dafür nötigen Patches offiziell von Intel bestätigt. Sämtliche Informationen zu dem Problem stammen aus einer öffentlichen Mailing-Liste von Linux-Entwicklern, die offenbar an der Entwicklung der Patches beteiligt sind. Sollten sich die Informationen allerdings bestätigen, könnte dies gewaltigen Zündstoff bergen. Kein Nutzer dürfte wohl darüber erfreut sein, dass sein PC nach einem Update plötzlich 30 Prozent weniger Leistung hat.

Für Probleme könnte das Ganze aber auch an anderer Stelle sorgen. Auch riesige Server-Farmen, auf denen Websites, Online- sowie Cloud-Dienste laufen, werden von Intel-Prozessoren angetrieben. Diese könnten durch das Update möglicherweise ebenfalls gewaltig an Leistung einbüßen, was wiederum direkten Einfluss auf die jeweiligen Dienste hätte.

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