iOS 12 enthüllt: Das ist alles neu!

iOS 12 wurde vorgestellt und bringt unter anderem gruppierte Benachrichtigungen.
iOS 12 wurde vorgestellt und bringt unter anderem gruppierte Benachrichtigungen. (©Twitter/Alex Böhm 2018)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Auf der WWDC 2018 hat Apple iOS 12 vorgestellt – ein Update, das den Fokus auf Stabilität legt. Ein paar neue Features und Verbesserungen gibt es dennoch, etwa gruppierte Benachrichtigung. iOS 12 wird im Herbst für alle Apple-Geräte veröffentlicht, die auch iOS 11 bekommen haben.

Wie im Vorfeld bereits erwartet, handelt es sich bei iOS 12 um ein Software-Update, das nicht die ganz großen Features mit sich bringt, sondern eher auf Verbesserungen im Detail setzt. Verbessert wurde die mit iOS 11 eingeführte Augmented-Reality-Plattform ARKit. Zusammen mit einigen Partner, etwa Adobe, wurde eigens dafür das Dateiformat USDZ geschaffen. Mit der neuen App Measure können Objekte aus der Realität mittels iPhone-Kamera und AR im Handumdrehen vermessen werden – dazu werden einfach die Ecken eines Elements angetippt.

Fotos-App mit neuer "Für Dich"-Rubrik

Für iOS 12 wurde auch die Fotos-App verbessert, die sich nun noch präziser durchsuchen lässt und sogar passende Vorschläge zum Teilen an Bekannte und Freunde unterbreitet – und auch direkt Kontakte für den Versand von Urlaubserinnerungen und anderen Aufnahmen vorschlägt. Ähnlich wie in Apple Music gibt es einen neuen Tab namens "Für Dich", der etwa das Foto des Tages aus der Vergangenheit anzeigt.

Benachrichtigungen lassen sich gruppieren

Deutlich hilfreicher dürften in iOS 12 die Benachrichtigungen ausfallen – denn diese lassen sich erstmals gruppieren. So bekommen Nutzer beispielsweise alle Kalender-Benachrichtigungen bequem in nur einem Eintrag zu sehen, der sich auf Knopfdruck ausklappen lässt. Auch wird man direkt von der Mitteilungszentrale definieren können, ob man auch künftig Benachrichtigungen von einer App erhalten möchte, womit der Umweg über die Einstellungen nicht mehr in jedem Fall notwendig ist.

Siri kann jetzt auch Shortcuts

Siri-Shortcuts
Mit Shortcuts wird Siri etwas cleverer.

Apple hat ebenso daran gearbeitet, Sprachassistent Siri noch etwas schlauer zu machen – helfen soll dabei die neue Funktion namens Shortcuts, die auch mit Drittanbieter-Apps zusammenarbeitet. Wer etwa wichtige Passwörter in einer unterstützten App gespeichert hat, kann Siri künftig einfach sagen, dass man seine Kennwörter vergessen hat. Direkt im Siri-Bildschirm wird dann der zuvor angelegte Shortcut mit den passenden Informationen angezeigt. Dabei lassen sich die Sprachkommandos selbst festlegen.

iOS 12 bringt neuen "Nicht stören"-Modus

Verbessert präsentieren sich auch die Aktien-App oder die News-Anwendung, die zugleich in die Aktien-App integriert wird – ein Deutschland-Start von Apple News ist aber nach wie vor nicht in Sicht. Immerhin bringt Apple die Aktien- und Sprachmemos-App mit iOS 12 auch auf das iPad. Nachdem Apple mit iOS 11 einen "Nicht stören"-Modus für das Auto eingeführt hat, folgt in iOS 12 auch ein normaler "Nicht stören"-Modus, der sich einfach über das Kontrollzentrum aktivieren lässt.

Mit Screen Time kann die iPhone-Nutzung kontrolliert werden

Was Google mit Android 9.0 P bereits angekündigt hat, bringt Apple in ähnlicher Form auch in iOS 12: Ein Feature namens Screen Time. Damit können Nutzer jederzeit sehen, wie viel Zeit sie eine App genutzt haben. Apple wird diese Infos etwa auch in einem wöchentlichen Aktivitätsbericht zur Verfügung stellen. Wer sein iPhone weniger nutzen möchte, kann sogar die Zeit festlegen, die Apps über einen bestimmten Zeitraum verwendet werden können. Wird diese Zeit überschritten, blockiert das iPhone den Zugang zur App für den jeweiligen Tag. Das funktioniert auch innerhalb einer Familie und kann somit von Eltern genutzt werden, um ihre Kinder vom Bildschirm fernzuhalten.

Memojis und Gruppen-Videoanrufe in FaceTime

An ein paar Spielereien hat Apple ebenso gedacht: So werden in iOS 12 die Animojis verbessert. Künftig erfasst die TrueDepth-Kamera auch die Zunge und integriert diese in seine animierten Emojis. Zusätzlich werden Memojis einführt: Damit können iPhone-Besitzer ähnlich wie bei Samsung eigene Avatare erstellen, die durch individuelle Gesichtszügen ergänzt werden. Verschicken lassen sich die Werke ganz einfach per iMessage. Zudem sind in FaceTime künftig auch Gruppen-Videounterhaltungen mit bis zu 32 Personen möglich.

iOS 12 wird wie üblich im Herbst kostenlos als Download bereitgestellt. Alle Apple-Geräte, auf denen iOS 11 läuft, werden auch iOS 12 bekommen.

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