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iOS 14: Facebook fürchtet sich vor Anti-Tracking-Option

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In iOS 14 können Nutzer das Tracking für alle Apps deaktivieren. Bild: © Apple 2020

In iOS 14 können Apple-Nutzer die Weitergabe ihrer Daten an Werbetreibende unterbinden. Facebook warnt nun davor, dass die Hälfte der Einnahmen, die Inhalte- und App-Anbieter über das Audience Network von Facebook erzielen, wegfallen könnten.

Für die meisten App-Anbieter sind Werbeeinnahmen eine entscheidende Einnahmequelle. Schließlich wollen die meisten Nutzer nicht für die Anwendungen zahlen, und In-App-Käufe sind ebenso unbeliebt – die Kosten für die App-Entwicklung müssen jedoch gedeckt werden. Aufgrund eines iOS-14-Features könnten die Werbeeinnahmen allerdings spürbar einbrechen, warnt Facebook in einem Blogeintrag. Für die Teilnehmer am Audience Network sogar um 50 Prozent.

Mit iOS 14 müssen Nutzer dem Werbetracking aktiv zustimmen

Das Audience Network von Facebook beinhaltet, dass die App-Entwickler Nutzerdaten des sozialen Netzwerks einsetzen können, um personalisierte Werbung zu schalten. Dazu nutzen Werbefirmen eine Identifikationsnummer namens "Identifier für Advertisers" (IDFA) für Nutzer von Apple-Geräten, die Apple bereitstellt. Mit iOS 14 müssen die Nutzer dem Werbetracking von Apps aktiv zustimmen, damit die App-Anbieter und ihre Werbepartner weiterhin auf die Identifikationsnummer zugreifen können.

Das bedeutet die Änderung für die Nutzer

Facebook wird in iOS 14 keine IDFA mehr in seinen eigenen Apps einsetzen. User werden daher entweder keine Werbung des Audience Network mehr ausgespielt bekommen oder weniger personalisierte Anzeigen. Das heißt nicht, dass sie insgesamt weniger Werbung zu sehen bekommen. Facebook befürchtet, dass das Audience Network in iOS 14 so ineffizient werden könnte, dass es sich nicht mehr lohnt, es anzubieten. Der Datenerfassung durch Apple selbst werden Nutzer mit iOS 14 nicht aktiv zustimmen müssen.

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