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iPhone 8: Apple erwägt Herstellung in den USA

Will Apple das iPhone 8 in den USA herstellen?
Will Apple das iPhone 8 in den USA herstellen? (©YouTube/Gadgets Arena 2016)

Nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl, denkt Apple offenbar tatsächlich über die Herstellung des iPhone 8 in den USA nach. Wirklich wahrscheinlich und erfolgsversprechend sind derartige Pläne allerdings nicht.

Donald Trump scheint Apple ziemlich zu schaffen zu machen. Vor seiner Wahl hatte der designierte 45. US-Präsident dem Konzern gedroht hatte, dafür zu sorgen, dass Apple seine Geräte in Zukunft in den Vereinigten Staaten herstellt. Nun scheint das Unternehmen um Tim Cook offenbar tatsächlich nach Möglichkeiten zu suchen, zumindest einen Teil der iPhone-Produktion in die USA zu verlagern, wie MacRumors unter Berufung auf einen Bericht von Nikkei Asian Review berichtet.

Produzieren Foxconn und Pegatron bald in den USA?

Demnach habe Apple bei seinen Auftragsfertigern Foxconn und Pegatron nachgefragt, ob diese in der Lage seien, zumindest einen Teil der iPhone-Herstellung in die Vereinigten Staaten zu verlagern. Während Pegatron das Anliegen wegen der erwarteten hohen Produktionskosten offenbar grundsätzlich für unmöglich erklärt habe, soll sich auch Foxconn-Chef Terry Gou sehr kritisch zu dem Plan geäußert haben. Seiner Ansicht nach würden sich die Produktionskosten für das iPhone mehr als verdoppeln. Bislang produzieren die beiden taiwanesischen Unternehmen das iPhone aus Kostengründen zu 100 Prozent in China.

In den USA fehlen Infrastruktur und Know-how

Doch nicht nur die höheren Kosten würden bei einer Verlagerung der Produktion in die USA ein Problem darstellen. Da dort entsprechende Fabrikanlagen fehlen, müsste auch die technische Infrastruktur zur Herstellung von Smartphones erst umständlich aus dem Boden gestampft werden. Zudem fehlen in den USA ausgebildete Fachkräfte, die in diesen Fabriken arbeiten könnten. Außerdem wären die Zuliefererwege bei einer iPhone-Herstellung in den USA zu lang. Denn auch wenn es einem Unternehmen wie Foxconn gelingen sollte, einen Teil seiner Fertigung in die USA zu verlagern, würden die Zulieferer immer noch in China sitzen.

Ein Handelskrieg würde Apple so oder so treffen

Vor seiner Wahl zum US-Präsidenten hatte Trump gedroht, er werde Produkte, die aus China kommen, mit Strafzöllen von bis zu 45 Prozent belegen. Für Unternehmen wie Apple könnte es da schon Sinn ergeben, über eine Verlagerung der Produktion in die USA nachzudenken. Allerdings hat China bereits angekündigt, in so einem Fall seinerseits mit harten Wirtschaftssanktionen zu reagieren. So oder so könnten international tätige Konzerne wie Apple, aber auch die Kunden, die großen Verlierer eines solches Handelskrieges werden.

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