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iPhone 8 & Co.: So will Apple Leaker stoppen

Apple will sich mit Schulungen gegen Leaks wehren.
Apple will sich mit Schulungen gegen Leaks wehren. (©picture alliance / AP Photo 2017)

Apple versucht mit internen Mitarbeiterschulungen zu verhindern, dass Informationen etwa über das neue iPhone 8 per Leak zu früh an die Presse durchsickern. Der Erfolg dieser Maßnahme scheint aber zunächst fraglich, da auch diese Anti-Leak-Schulung selbst schnell öffentlich wurde.

Von der Schulung mit dem Titel "Stopping Leakers – Keeping Confidential at Apple" ist eine etwa eine Stunde lange Tonaufnahme beim Onlinemagazin The Outline gelandet. Das Dokument zeigt deutlich, welchen großen Aufwand Apple betreibt, um die undichten Stellen im Unternehmen zu stopfen: Von früheren NSA-Agenten über spezielle Geheimhaltungsbeauftragte in den Produktteams bis hin zu jeder Menge Anti-Spionage-Technik ist alles dabei.

Hochkarätige Sicherheitsmitarbeiter von Apple bei der Präsentation

Die Präsentation wurde vor etwa 100 Mitarbeitern gehalten und von drei führenden Mitarbeitern der Sicherheitsabteilung geleitet: dem Chef David Rice, dem Ermittlungs-Chef Lee Freedman und Jenny Hubbert, zuständig für Kommunikation und Sicherheitstraining. Das hochkarätig besetzte Team hatte einige verblüffende Beispiele parat, wie Arbeiter versuchen, die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.

So werden etwa Teile von Geräten aus der Produktion gestohlen und dann in der Toilette heruntergespült, in der Hoffnung dass sich die Schmuggelware im Abwasser wiederfindet. Oder die Bauteile werden einfach über den Werkszaun geschmissen. "Früher wurden uns einmal 8.000 Gehäuse geklaut, indem Frauen diese in ihren BHs versteckt hatten", so David Rice.

Hoher Diebeslohn für Apple-Arbeiter, die Bauteile stehlen

Den Arbeitern, denen es gelingt, ein geheimes Bauteil aus der Produktion zu stehlen, winkt hoher Diebeslohn. Es gibt angeblich Fälle, in denen mehr als ein Monatsgehalt für gestohlene Gehäuse geboten wurde. Allerdings verdient ein chinesischer Arbeiter in der Apple-Produktion auch etwa nur 350 US-Dollar im Monat. Ein gestohlenes Gehäuse landet übrigens in der Regel auf dem Elektronik-Markt in Shenzen. Im Jahr 2013 musste Apple laut Rice 29.000 Gehäuse des iPhone 5c von dort vor der offiziellen Ankündigung zurückkaufen, "um zu verhindern, dass es in jedem Blog der Welt landet".

Allerdings hat sich das Problem mittlerweile verlagert und Infos über das iPhone 8 könnten nicht so sehr in China, sondern im Apple-Campus in Kalifornien selbst durchsickern. Denn im letzten Jahr gelangten laut Rice mehr Informationen aus der Zentrale an die Öffentlichkeit, als aus allen Produktionsstätten zusammen. Dennoch sickert auch aus den Fabriken und von den Zulieferern nach wie vor einiges durch. So wurde bekannt, dass das iPhone 8 wasserdicht sein soll und auch Bilder des Gehäuses sind natürlich aufgetaucht.

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