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iPhone 8: iOS 11.3 legt Geräte nach einer Drittanbieter-Reparatur lahm

Das iPhone-8-Display kann nach dem Update auf iOS 11.3 Probleme machen.
Das iPhone-8-Display kann nach dem Update auf iOS 11.3 Probleme machen. (©YouTube/Marques Brownlee 2018)

Zahlreiche iPhone-8-Besitzer in den USA klagen über defekte Smartphones nach dem Update auf iOS 11.3. Betroffen sind offenbar Nutzer, die zuvor eine Display-Reparatur bei einem Drittanbieter durchführen ließen.

Mit dem Update auf iOS 11.3 zeichnet sich offenbar ein neues Problem für einige iPhone-Besitzer ab. Bei einigen Modellen des iPhone 8 soll der Screen des Smartphones nach der Aktualisierung auf die neueste Software-Version offenbar nicht mehr funktionieren, wie Vice berichtet. Betroffen sind offenbar Geräte, deren Screen im Rahmen einer Reparatur bei einem Drittanbieter ausgetauscht wurde. Die reparierten Displays sollen in den beschriebenen Fällen bis zum Update tadellos funktioniert haben, nun aber defekt sein.

Bereits in der Vergangenheit hatten iPhone-Besitzer ähnliche Probleme

Unklar ist momentan, ob der Fehler alle iPhone-8-Modelle betrifft, deren Display bei einem Drittanbieter ausgetauscht wurde. Der Vorfall erinnert allerdings an einen ähnlichen Fall von 2016. Damals legte ein Update auf iOS 9 diverse iPhones lahm, deren Fingerabdrucksensor von Drittanbietern repariert worden war. Im Falle des iPhone 8 könnte nun ein kleiner Chip, der für das Funktionieren des Screens verantwortlich ist, die Ursache der Probleme sein. Noch ist nicht absehbar, ob betroffene Kunden das Recht auf eine Erstattung ihrer Reparatur haben oder ob Apple gewillt ist, das Problem mit einem weiteren Software-Update zu lösen.

Der Vorfall wirft allerdings ein Schlaglicht auf den Streit zwischen Herstellern und Reparatur-Anbietern, der in den USA schon seit einigen Jahren tobt. So wollen Hardware-Hersteller wie Apple verhindern, dass Drittanbieter Reparaturen an ihren Geräten vornehmen dürfen. Offiziell geht es dabei um die Sicherheit der Geräte, doch inoffiziell dürfte es einfach auch um Einnahmen gehen, die mit der Reparatur von gebrauchten Geräten gewonnen werden. Diese wollen die Hersteller lieber selbst abgreifen. Das trifft vor allem auf einen Hersteller wie Apple zu, der massiv in den Aufbau eines Netzwerks an Service-Centern investiert hat.

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