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iPhone-Leaks: Ehemaliger Apple-Mitarbeiter muss ins Gefängnis

Ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter ist zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Der Mann hatte Interna an Zulieferer weitergegeben.
Ein Ex-Apple-Mitarbeiter ist wegen Industriespionage zu einem Jahr Haft verurteilt worden.
Ein Ex-Apple-Mitarbeiter ist wegen Industriespionage zu einem Jahr Haft verurteilt worden. (©picture alliance / dpa 2014)

Ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter ist zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Er hatte Unternehmensinterna über das iPhone und den iPod an asiatische Zulieferer geleakt. Zudem muss der Mann Schadensersatz in Höhe von 4,5 Millionen US-Dollar leisten.

Der frühere Apple-Manager Paul Devine ist wegen Industriespionage von einem Gericht in San Francisco zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur AP. Zudem muss er eine Strafe von 4,5 Millionen US-Dollar zahlen. Devine hatte sich bereits vor drei Jahren des Überweisungsbetrugs, der Verschwörung und der Geldwäsche für schuldig bekannt.

Apple-Zulieferer nutzten Insiderinfos bei Vertragsverhandlungen

Wie 9to5Mac meldet, lief der Leak-Betrug folgendermaßen ab: Devine war als Zulieferer-Chef des kalifornischen Unternehmens in asiatischen Ländern unterwegs und traf sich dort auch mit vielen Drittunternehmen. Für Provisionen und Vergünstigungen lieferte Devine den Zulieferern Insiderinformationen über die Bauweise von iPhones und iPods. Diese Infos konnten die Drittanbieter dann in Vertragsverhandlungen mit Apple gewinnbringend nutzen.

Arbeitete Devine mit den US-Ermittlungsbehörden zusammen?

Zwei Fragen bleiben zum Ende des Prozesses jedoch ungeklärt: Warum dauerte das Verfahren gegen Devine so lange und warum kam der Ex-Apple-Manager mit einem Jahr Haftstrafe davon? Eigentlich hätten dem Mann sogar bis zu 20 Jahre im Gefängnis gedroht. Wie 9to5Mac vermutet, könnte Devine in einem Deal mit den US-Behörden bei der Ermittlung über Apple-Zulieferer zusammengearbeitet haben. Ob Devine tatsächlich weitere Namen von Apple-Leakern genannt hat, ist jedoch unklar – das Prozessprotokoll ist nämlich übersät mit versiegelten Dokumenten.

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